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Klimawandel

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Mit dem Klimawandel wird es unter den Baumarten im Schweizer Wald Gewinner und Verlierer geben: Die Fichte wird zum Beispiel im Mittelland langfristig durch Trockenheit ertragende Arten wie die Traubeneiche ersetzt.

 

In den vergangenen 30 Jahren sind die Temperaturen im Alpenraum fast doppelt so stark angestiegen wie im globalen Mittel. Klimamodelle lassen annehmen, dass gegen Ende des 21. Jahrhunderts in der Schweiz sommerliche Trockenperioden häufiger und intensiver sind und länger andauern. Starkniederschläge dürften heftiger werden, tiefe Wintertemperaturen hingegen seltener.

Die Klimaänderung beeinflusst das Gedeihen der Baumarten. Die Baumartenzusammensetzung wiederum beeinflusst den Holzertrag und -erlös, die Schutzwirkung des Waldes gegen Naturgefahren, die Vielfalt anderer Organismen und auch das Landschaftsbild. Insgesamt ist das Risiko erheblich, dass der Wald solche Leistungen mit dem Klimawandel weniger gut erbringen kann.

Das stellt Förster und Waldeigentümer vor grosse Herausforderungen. Damit sie ihre Waldpflege schon jetzt an die zukünftigen Bedingungen anpassen können, haben wir im Forschungsprogramm Wald und Klimawandel Grundlagen und Empfehlungen für sie erarbeitet. Seine wissenschaftliche Synthese listet die Empfehlungen auf: Etwa bei der Waldpflege die Risiken verteilen, indem die Vielfalt der Baumarten und Strukturen erhöht wird; oder das Risiko von Ernteausfällen (etwa durch Stürme oder Schädlinge) senken, indem die Bäume früher gefällt werden.

Trockenstress im Wallis

Da es im Wallis trockener und wärmer ist als in den meisten anderen Gegenden der Schweiz, eignet es sich besonders gut, um den Zusammenhang von Wald und Klima zu erforschen. So bewässern wir im Pfynwald bei Leuk (VS) seit Jahren ganze Wal

dflächen, um herauszufinden, wie die Bäume auf die natürliche Trockenheit reagieren. Oder wir untersuchen, wie sich vom Klimawandel beeinflusste Störungen wie Waldbrände auf die Wälder und ihre Funktion als Schutzwald auswirken.

 

Gemeinsam forschen

Die hochkomplexen Auswirkungen des Klimawandels auf Bäume und Wälder können in interdisziplinärer Zusammenarbeit am besten erforscht werden. Zusammen mit Institutionen wie der ETH Zürich, der Universität Basel und dem Paul Scherrer Institut PSI haben wir deshalb die Dachorganisation „Swiss Forest Lab“ gegründet, in der die Wissenschaftler ihre Infrastruktur und Expertise für gemeinsame Forschungsprojekte einsetzen werden.

 

Themen

Wald und Trockenheit

Wie wird der Schweizer Wald mit zunehmender Trockenheit zurechtkommen? Die WSL erforscht die Prozesse dabei im Feld und Labor.

Forschungsprogramm Wald und Klimawandel

Wir liefern Wissen und Entscheidungshilfen für Waldfachleute, damit die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald begrenzt werden können.

Dossier Klimawandel

Wir erforschen, wie sich der Klimawandel auf Wälder und Wasserressourcen, erneuerbare Energien und die Bevölkerung auswirken wird.

Waldgrenze

Wir erforschen in den Alpen und anderen Gebirgen, bis in welche Höhen Bäume wachsen können. Wie wird sich dies mit dem Klimawandel ändern?

 

Weiterführende Informationen