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Forschungsprogramm Wald und Klimawandel

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Im Forschungsprogramm «Wald und Klimawandel» wurde erforscht, wie der Schweizer Wald auf den Klimawandel reagieren wird. Wir untersuchten, wie es um die für den Menschen wichtigen Leistungen des Waldes steht und mit welchen Anpassungsstrategien sie sich sichern lassen. Die Programmlaufzeit dauerte von 2009 bis September 2018.

 

Der Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt stellen eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Gemäss den aktuellen Szenarien des Welt-Klimarates muss in der Schweiz in den nächsten 100 Jahren mit einem wärmeren, trockeneren und extremeren Klima gerechnet werden.

Im Jahr 2009 haben das BAFU und die WSL gemeinsam das Forschungsprogramm «Wald und Klimawandel» lanciert. Das Programm wurde im September 2018 abgeschlossen . In seinem Rahmen wurden solide Grundlagen erarbeitet, um die klimatischen Veränderungen in der Schweiz und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Zusammensetzung und das Wachstum der Wälder einzuschätzen. Die wichtigsten Ergebnisse des Programms werden in der wissenschaftlichen Synthese eingehend diskutiert. In ihr wird folgendes Fazit gezogen: Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald sind stark vom Standort und der Bestockung abhängig, und Wälder können den Klimawandel nur in begrenztem Masse auffangen. Die positive Nachricht ist, dass ein angepasstes Management, vor allem in Bezug auf eine angepasste Baumartenzusammensetzung, zur Aufrechterhaltung von gefährdeten Waldleistungen beiträgt. Am besten gelingt dies, wenn Waldbewirtschafter die Folgen ihrer Arbeit systematisch und fortlaufend beurteilen und allfällig nötige Anpassungen im Management vornehmen.

Damit das Forschungsprogramm Wirkung zeigt, wird das erarbeitete Grundlagenwissen für Akteure wie Forstdienste, Betriebsleiter, Waldeigentümer und politische Entscheidungsträger bereitgestellt. Diese Umsetzungsarbeit ist von fundamentaler Wichtigkeit, denn nur so können die Akteure die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und die Anpassungsfähigkeit der Wälder richtig einschätzen und wirksame Anpassungsmassnahmen treffen.  Wichtige Produkte dieser Umsetzungsarbeit sind das Buch „Wald im Klimawandel“, das Forum für Wissen im November 2016, die Merkblattserie, die Artikelserie im Wald und Holz (unter Publikationen) und viele Diskussionen im Wald mit Akteuren (Waldtests). In Arbeit sind Tools für die Einschätzung der Entwicklung der Waldstandorte und für die Ableitung von Baumartenempfehlungen

Die Erkenntnisse des Forschungsprogramms bilden zudem eine wichtige Grundlage für die «Teilstrategie Wald und Waldwirtschaft» des Bundes im Rahmen der Nationalen Adaptationsstrategie an den Klimawandel und unterstützen die politische Umsetzung der Ziele der «Waldpolitik 2020».

 
 

Zentrale Ergebnisse des Forschungsprogramms wurden im November 2016 als wissenschaftliche Synthese in Buchform veröffentlicht.

  

Ein weiteres wichtiges Produkt des Programms ist der 2018 erschienene WSL Bericht "Standortkundliche Grundlagen für die Waldbewirtschaftung im Klimawandel“. Dieser richtet sich primär an die Kantone und ist als Grundlage dazu gedacht den Klimawandel in die waldbaulichen Instrumente der Kantone zu integrieren.

 

Merkblattserie «Wald im Klimawandel»

Eine Serie Merkblätter zum Thema «Wald im Klimawandel» richtet sich speziell an Waldverantwortliche  und unterstützt sie dabei, die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken einzuschätzen und die Waldbewirtschaftung entsprechend anzupassen.

 
 

Es wird in der Schweiz wärmer und im Sommer trockener. Als Folge verändern sich die Wachstumsbedingungen und Konkurrenzverhältnisse der Waldbäume. Der vom Mensch verursachte Klimawandel dürfte so stark und rasch sein, dass der Wald ohne gezielte Anpassungsmassnahmen wichtige Leistungen nicht mehr ausreichend zu erbringen vermag.

Merkblatt für die Praxis 59
2017

Als Folge des Klimawandels ändern sich wichtige ökologische Rahmenbedingungen für den Wald. Die Waldverantwortlichen stehen vor der Aufgabe, die sich daraus ergebenden Risiken für die Waldbestände frühzeitig zu erkennen und zu vermindern.

Merkblatt für die Praxis 59.1
2017
 

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