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Waldschädlinge

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Verschiedenste Tiere wie Wild und Insekten und sogar Pflanzen ernähren sich von Waldbäumen. Dieser natürliche Prozess ist dann problematisch, wenn der Wald deshalb für den Menschen wichtige Leistungen nicht mehr erfüllen kann oder wenn sich Schädlinge übermässig stark ausbreiten (invasiv werden).

 

Bei hoher Populationsdichte können Insekten und Wildtiere Bäume zum Absterben bringen und Nutzholz entwerten. Damit gefährden sie wichtige Waldfunktionen. Beeinträchtigungen und Zusammenbrüche von Waldbeständen durch einen Insektenbefall gehören zwar zur natürlichen Walddynamik, sind aber v.a. im Schutz- und Wirtschaftswald ab einem gewissen Ausmass unerwünscht.

Stabile, standortstaugliche Waldbestände sind eine wichtige Voraussetzung, um den Schädlingsbefall in Grenzen zu halten. Ein ungünstiger Bestandesaufbau, extreme Witterungseinflüsse oder neu eingeschleppte Arten (siehe Invasive Arten) erhöhen das Risiko für erhebliche Schäden.

In der Schweiz werden bei Borkenkäferbefall fast ausschliesslich mechanische Bekämpfungsmassnahmen getätigt, indem befallene Bäume gefällt und entrindet oder abgeführt werden. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist im Wald stark eingeschränkt.

Das Ökosystem Wald ist eine äusserst komplexe Lebensgemeinschaft. Insekten spielen darin eine wichtige Rolle. In der Forschungsgruppe Waldentomologie erkunden wir diese Themen vertieft.

  • Übersicht über Insektenordnungen und -familien mit einem möglichen Schadenpotential.
  • Bedeutende Waldschädlinge finden Sie in unserer «Diagnose online». Hier können Sie die wichtigsten Arten bestimmen und finden Hinweise zur Biologie und zu möglichen Massnahmen. Weiter Angaben finden Sie auch in unseren Merkblättern.
 

Aktuell

 

Erstmals seit 2005 knacken die Zwangsnutzungen an Käferholz wieder die Millionengrenze. Zusammen mit den 914 000 m3 gemeldeten Sommerzwangsnutzungen 2019 erreicht der Befall mit den Schätzungen für die aktuelle Winterperiode den zweithöchsten je registrierten Wert von 1,4 Millionen m3.

Waldschutz Aktuell 1/2020
2020
Die gelb gefleckte Variante des Asiatischen Laubholzbockkäfers wurde in der Schweiz bisher nur in Marly FR entdeckt. Foto: Doris Hölling, WSL
26.02.2019

Der Asiatische Laubholzbockkäfer, der im Kanton Freiburg 2011 und 2014 nachgewiesen wurde, konnte erfolgreich ausgerottet werden.

06.02.2019

Mit landesweit 735'000 m3 erreichte die Menge des vom Buchdrucker (Ips typographus) befallenen Fichtenholzes 2018 den höchsten Stand seit 2006.

 

Themen

Waldschutz Schweiz

Waldschutz Schweiz (Phytosanitärer Beobachtungs- und Meldedienst PBMD) ist die Schweizer Fachstelle für Waldkrankheiten und -schädlinge.

Der Buchdrucker

Der Buchdrucker (Ips typographus) ist die wirtschaftlich wichtigste der über hundert in der Schweiz vorkommenden Borkenkäferarten.

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Der Asiatische Laubholzbockkäfer tauchte 2011 in der Schweiz auf. Er befällt verschiedene Laubholzarten und wird mit allen Mitteln bekämpft.

 

Weiterführende Informationen