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Ergebnisse Sanasilva-Aufnahme 2016

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Die Resultate der Sanasilva-Inventur wurden letztmals 2015 im Waldbericht ausführlich dargestellt. Ausserdem werden sie jeweils im Jahrbuch Wald und Holz des Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlicht.

 

Im Jahr 2016 setzte sich die Trend zu insgesamt geringerer Kronenverlichtung auf den 49 Beobachungsflächen des Sanasilva-Netzes fort. Der Anteil «deutlich geschädigter Bäume», d. h. solcher mit einer Kronenverlichtung zwischen >25 % und 95 %, fiel leicht von 27.5 % im Jahr 2015 auf 24.6 % im Jahr 2016.

Dieser Wert liegt im Bereich der durchschnittlichen Gesamtverlichtung der letzten 15 Jahre (24.2 %).

Die Kronenverlichtung betrug bei Laubbäumen 20.5 % und war damit 6 % geringer als im Vorjahr. Bei Nadelbäumen betrug sie 26.8 %, was einen leichten Anstieg darstellt. Die Mortalität betrug 1.9 %.

 

2016 war in vielen Gebieten der Schweiz ein ausgesprochenes Buchenmastjahr. Dies zeigte sich auf den Untersuchungsflächen im Anstieg des Anteils von Buchen in der Verlichtungsklasse 15–25 % (57 % gegenüber 38 % im Vorjahr), wohingegen sich der Anteil der Buchen mit einer Kronenverlichtung <10 % von 20 % auf 11 % reduzierte.

Die Spätfröste des Jahres 2016 hatten auf die Buchen einen geringen Einfluss, da diese v. a. in der Höhenstufe >800 m auftraten. Üblicherweise wirken sich extreme Klimaereignisse, wie trockene Sommer, auf die Belaubung im Folgejahr aus. So stieg nach dem heissen und trockenen Sommer 2003 die Kronenverlichtung in Jahr 2004 deutlich an.

Der trockene und heisse Sommer 2015 zeigte dagegen keine deutlichen Effekte auf den aktuellen Kronenzustand. Dies kann daran liegen, dass die Trockenheit 2015 nach einem eher nassen Frühjahr erst relativ spät im Sommer nach der Hauptwachstumsphase einsetzte. Weiterhin war sie eher regional ausgeprägt.

Zudem ist das 16x16 km-Aufnahmeraster der Sanasilva-Inventur nicht geeignet, regionale Unterschiede hinreichend zu erfassen und flächendeckend repräsentative Aussagen zu machen.

 

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