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Kritische Belastungsgrenzen von Quecksilber in Böden

Diese Studie wird innerhalb des Projektrahmens: Grundlage von Untersuchungen zu den "Critical Limits & Loads im Rahmen der LRTAP Convention (UNECE)" durchgeführt. In der Schweiz wird der gemäss VBBo gültige Richtwert für Quecksilber in Waldoberböden teilweise überschritten und bei andauernden Belastungen muss mit chronischen Auswirkungen auf Bodenlebewesen gerechnet werden. Das Ziel dieser Studie ist es, neue Erkenntnisse zu kritischen Belastungsgrenzen („Critical Limits“) von Quecksilber in Waldböden mit besonderer Berücksichtigung des Bodenmikrobioms und möglichen Beeinträchtigungen von elementaren Bodenfunktionen zu erhalten. Neben Waldböden, die im Labor mit Quecksilber angereichert werden, werden auch Böden untersucht, die chronisch (> 40 Jahre) mit erhöhten Quecksilbergehalten belastet sind. Erhöhte Quecksilbergehalte im Boden führen zu Verschiebungen der Diversität und Struktur von mikrobiellen Lebensgemeinschaften aber auch zu einer Akkumulation von Quecksilber und Methyl-Quecksilber innerhalb des Nahrungsnetzes (z.B. Pilzfruchtkörper und Regenwürmer). Diesbezüglich bestehen noch grosse Ungewissheiten und enormer Forschungsbedarf. Die Vielfalt der Bodenlebewesen und ihre Leistungen in ökosystemaren Prozessen sind wichtig für die Bodenfruchtbarkeit und muss deshalb geschützt und gefördert werden durch möglichst geringe anthropogene Einträge von toxischen Metallen in den Boden.