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Suffizienzpolitik in ländlichen Gemeinden

 

Das Forschungsprojekt analysiert, wie ländliche Gemeinden in der Schweiz suffizient werden und einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung leisten können. Es wird untersucht, welche Potentiale für Suffizienzpolitik es in ländlichen Gemeinden gibt, welche Faktoren eine solche Politik hemmen und fördern, und wie Bund und Kantone die Gemeinden unterstützen können, Suffizienzpolitiken zu entwickeln und zu realisieren.

Hintergrund
Die globalen Produktions- und Konsummuster sind nicht nachhaltig, denn sie übersteigen die ökologische Tragfähigkeit der Erde. Suffizienzstrategien zielen darauf ab, ressourcenintensive Konsum- und Produktionsverhalten so zu verändern, dass gesellschaftliche Bedürfnisse ressourcenschonend, lokal und sozialverträglich erfüllt werden können. Obwohl immer mehr Menschen versuchen suffizient zu leben, können Einzelne die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit nur sehr begrenzt voranbringen, fehlen doch politische Rahmenbedingungen, die suffiziente Lebensstile fördern und alternative Konsum- und Produktionsweisen begünstigen. Suffizienzpolitiken begünstigen suffiziente Lebensstile und umfassen fördernde und verpflichtende Massnahmen der öffentlichen Hand. Sie zielen auf ressourcenschonende und sozial verträgliche Konsum- und Produktionsmuster von Gütern und Dienstleistungen.

Doch Suffizienzpolitiken werden erst zögerlich umgesetzt, auch dort nicht, wo es die Bedingungen nahelegen: in ländlichen Gemeinden, denen es schwerfällt Grunddaseinsfunktionen (Wohnen, Arbeiten, Bildung, Mobilität, Gesundheit, Erholung) angesichts begrenzter materieller und finanzieller Ressourcen sicherzustellen. Damit könnte Suffizienzpolitik insbesondere für Gemeinden im ländlichen Raum interessant sein, denn gerade dort sind Lösungen gefragt, die trotz knapper finanzieller, materieller und gesellschaftlicher Ressourcen ein gutes Leben ermöglichen.

Ziele und Methodik
Ziel ist es, zu untersuchen, was ländliche Gemeinden tun können, damit Suffizienzpolitiken gelingen und wie Bund und Kantone sie darin unterstützen können. Standardisierte Befragungen und Fallstudien in ländlichen Gemeinden sowie ExpertInneninterviews und Workshops mit Fachpersonen von Bund und Kantone bilden die methodischen Grundlagen dieses Projektes.