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Rekonstruktion historischer Intensivierungsprozesse im Aargauer Reusstal seit 1900 und deren Auswirkungen auf die Landschaft

Authors
Lehmann, L.
Publishing year
2021
Size
100 pages
Quotation:

Lehmann, L., 2021: Rekonstruktion historischer Intensivierungsprozesse im Aargauer Reusstal seit 1900 und deren Auswirkungen auf die Landschaft. Master thesis. 100 p.

 

Lehmann, L. 2021: Rekonstruktion historischer Intensivierungsprozesse im Aargauer Reusstal seit 1900 und deren Auswirkungen auf die Landschaft. Masterarbeit Geographisches Institut Universität Bern. Leitung: PD Dr. Matthias Bürgi. Betreuung: Franziska Mohr.

 

Durch die Knappheit verbleibender Landreserven und die wachsende Weltbevölkerung wird Landwirtschaft in Europa zunehmend intensiviert, was jedoch negative Umweltauswirkungen mit sich bringt. Zukünftig bedarf es neuer landwirtschaftlicher Entwicklungsrichtungen, welche den Produktionsanforderungen mittels nachhaltiger Bewirtschaftungsformen nachkommen können. Das internationale Projekt SIPATH (Sustainable Intensification Pathways in Europe) beschäftigt sich mit dem Konzept der nachhaltigen Intensivierung. Die Analyse historischer Intensivierungsmuster in verschiedenen Regionen soll verhelfen, verantwortliche Triebkräfte von Landnutzungs- und Landschaftswandel ausfindig zu machen. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden Daten für die Fallstudienregion Reusstal im Kanton Aargau (CH) seit 1900 erhoben und analysiert. Mittels Oral History Interviews (OHI) wurden erfahrene Landwirte zur Entwicklung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse befragt. Die Aussagen wurden mit historischen Datensätzen aus landwirtschaftsbezogenen Statistiken im Rahmen eines Mixed Methods Ansatzes kombiniert. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich die Landwirtschaft im Aargauer Reusstal seit 1900 stark intensiviert und sich das Landschaftsbild dadurch drastisch verändert hat. Intensivierungstrends äussern sich hauptsächlich in der Spezialisierung und der Vergrösserung der Betriebe und einem Innovationsschub im Bereich der Agrartechnologie. Ein Rückgang von Landschaftselementen, wachsende Parzellengrössen und ein drainiertes und kanalisiertes Landschaftsbild lassen sich als intensivierungsbedingte Landschaftsveränderungen nennen. Verantwortlich für die genannten Veränderungen waren verschiedene Triebkräfte, dominierend wirkten dabei jedoch politische und institutionelle Faktoren. Beispiele dafür sind die Schweizer Agrarpolitik mit den Direktzahlungen und regionale Meliorationsprojekte.

Kontakt: Livia Lehmann / livlewo(at)gmailto make life hard for spam bots.com