Fichtengallenlaus (Sacchiphantes-, Adelges-Arten)

Die Gallenläuse sind Pflanzensaftsauger und benötigen zwei Jahre, um ihren Lebenszyklus komplett zu durchlaufen. Dabei wechseln die Läuse von Fichte auf Lärche über und kehren nach einer gewissen Zeit auf Fichte zurück.

Entwicklungszyklus auf Fichte (Primärwirt)

Geschlechtsgeneration
Aus einem befruchteten Ei geht die Stamm-Mutter hervor.

Durch das Saugen der Stamm- Mutter und ihrer Nachkommen bilden sich Gallen.
Abwanderung der geflügelten Läuse auf Lärche. Die Läuse stammen aus einer einzigen Galle! Ananasförmige Gallen (im Frühjahr grün, später braun/rot) beherbergen die Larven.
Durch die Gallenbildung entstehen Deformationen an Gipfel- und Seitentrieben. Bei mehrjährigem Befall hat dies Wachstum-einbussen zur Folge. Probleme entstehen in Forstgärten und Christbaumkulturen. Bäume im Stangenholzalter werden kaum mehr befallen.

Entwicklungszyklus auf Lärche (Sekundärwirt)

Wintergeneration im Larvenstadium auf Lärche.

 

Eiablage der Muttertiere im Frühling an den Trieben. Ameisen pflegen die Läusekolonien.
Wollige Generation von mit Wachs umhüllten Läusen, beim Saugen an Lärchennadeln. Wanderung der Larven auf die Nadeln.
Ein Vergilben und das frühzeitige Abfallen der ausgesaugten Nadeln bewirken Wachstumseinbussen der Wirtsbäume. In trockenen, warmen Jahren können sich grosse Läuse - Populationen entwickeln, welche ganze Triebe zum Absterben bringen. Meist erholen sich die Lärchen wieder, da die Läuse nicht jedes Jahr gleich grosse Kolonien bilden.

 

Antogonisten (natürliche Feinde von Pflanzenläusen)

Marienkäfer
Schwebfliegen
Schlupfwespen

Eidg. Forschungsanstalt WSL
8903 Birmensdorf
Bilder:
U. Wasem,
B. Wermelinger

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