[WSL] Forschung Dienstleistungen Neues

Otto Ulrich Bräker
WSL CH-8903 Birmensdorf
Professur Forsteinrichtung und Waldwachstum ETH Zürich
Skript: Prof. Dr. Peter Bachmann
Downloads / Links
Lectures / Exercises
Posters / Presentations / Educational units

Inhalt Script:
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des Waldwachstums
3 Wachstum des einzelnen Baumes
4 Bestandeswachstum
5 Beeinflussung des Baum- und Bestandeswachstums
6 Wachstumsmodelle
7 Entwicklung im Forstbetrieb
Literaturverzeichnis
Glossar
Repetitorien
Lösungen

Waldwachstum I/II
Weiter - next Index - Inhalt Zurück - previous
36 Volumen
as "Word File.rtf" or "Acrobat.pdf" as "Powerpoint Presentation File.ppt"

siehe dazu auch Abbildung 64 von Schmitt M, 1994, Volumenentwicklung

schmitt_pdf70kb




Das Volumen lässt sich aus den drei Grössen d, h, f berechnen:

v = g . h . f

Mit "Volumen" wird in der Regel nur das oberirdische Holzvolumen gemeint. Verwendete Begriffe:

  • Gesamtvolumen (masse totale, massa totale) inkl. Aeste und Reisig
  • Baumderbholz (bois fort total, massa cormometrica totale) inkl. Aeste Ø > 7 cm m.R.
  • Schaftderbholz (bois fort de la tige, massa cormometrica del fusto) nur Schaftholz Ø > 7 cm m.R.

Masseinheit für stehende Bäume ist die Silve (le silve, la silva), auch als Tariffestmeter Tfm (m3au tarif, m3T) bezeichnet. Eine Silve entspricht etwa einem m3, ist aber nicht dasselbe.

Wachstums- und Zuwachskurven für das Volumen sind im Lebensablauf ähnlich wie jene für die Grundfläche, die Kulmination erfolgt aber später (höherer Durchmesserzuwachs in oberen Stammteilen Formveränderung, neben ig auch von Ausgangsgrössen abhängig).

Anfangsvolumen:

v1 = g1 . h1 . f1

Endvolumen:

v2 = g2 . h2 . f2

Volumenzuwachs:

iv = v2 - v1

 

= g2 . h2 . f2 - g1 . h1 . f1

 

= (g1 +ig) . (h1 +ih) . (f1 +if) - (g1 . h1 . f1)

Der Zuwachs i ist für alle Messgrössen gegenüber g, h und f sehr klein. Man kann also alle Grössen vernachlässigen, die sich aus der Multiplikation zweier Zuwachswerte ergeben. Dadurch reduziert sich obiger Ausdruck auf die Näherung

iv = g1 . h1 . if + g1 . f1 . ih + h1 . f1 . ig

Die Anfangsgrössen g1, h1, und f1 sind gegenüber den Zuwachswerten viel grösser. Solange g1 und h1 klein sind, also in der Jugend, ist auch bei grossen ig, ih oder if kein bedeutender Volumenzuwachs zu erwarten. Dagegen ist bei älteren Bäumen, also bei grossem g und h, auch bei kleinen ig, ih oder if noch ein beträchtlicher Volumenzuwachs möglich.

Der Volumenzuwachs ist über h besonders vom Standort, über d und f vom Standort und von den Umweltbedingungen (Klima, Konkurrenz, soziale Stellung) abhängig. Vgl. Abb. 36.2 und Abb. 36.3.

Der Rindenanteil am Volumen nimmt trotz steigender Rindendicke mit zunehmendem Durchmesser ab. Weil mit zunehmender Höhe am Schaft die Rinde dünner wird, wirkt sich das auch auf die Form aus (vgl. Abb. 36.1).

Baumart
f1.3 mit Rinde
f1.3 ohne Rinde
Eiche
Buche
Lärche
Tanne
Fichte
Föhre
0.475
0.495
0.472
0.527
0.486
0.457
0.453
0.491
0.480
0.519
0.475
0.486









Abb. 36.1: Unechte Formzahlen mit und ohne Rinde für verschiedene Baumarten (nach v. GUTTENBERG 1915, in ASSMANN 1961, S. 74)


Abb. 36.2: Zuwachskurven für Höhe, BHD und Gesamtvolumen von drei verschiedenen Bäumen mit unterschiedlichen Wachstumsbedingungen (aus KURT 1980: Vorlesung Ertragskunde, 141.2)


Abb. 36.3: Laufender jährlicher Zuwachs von d1.3, h, g, und v von Gebirgsfichten (nach v. GUTENBERG 1915, in KURT 1988: Vorlesung Ertragskunde, 141.1)


Abb. 36.4: Zuwachsgang der grössten Dürsrüttitanne, gefällt 1947 (aus KURT 1980: Vorlesung Ertragskunde, 102.1)

Aufgabe: Interpretieren Sie diese Kurven.

up to top -Seitenanfang -début de la page

   
Affiliation:
Swiss Federal Institute for Forest, Snow and Landscape Research
Section for Silvicultural strategies
WSL/FNP CH-8903 Birmensdorf - Phone: +41 1 739 22 74 - Fax: +41 1 739 22 15 - E-mail: ulrich.braeker@wsl.ch
internet: www.wsl.ch/forest/waldman/fgrowth/oub/

© 1998-2020 WSL - - Last Update: Mon Dec 8 2008