Kastanienrindenkrebs

Cryphonectria parasitica, syn. Endothia parasitica

Baumarten

Edelkastanie

Baumarten (lat.)

Castanea sativa

Symptome

Abgestorbene Zweige und Äste mit dürren Blättern, die hängen bleiben (Abb. 1a). Befallene Rindenpartien sind zu Beginn rötlich, sinken ein und trockenen aus, es entstehen Rindenrisse und krebsige Stellen (Abb. 1b). Unter der Rinde entwickeln sich gelbliche Pilzfächer (Abb. 2a), auf der Rinde kleine gelb-rote Fruchtkörperchen (Abb.2b). Unter der Krebsstelle bilden sich Wasserreiser.

Ursache, Zusammenhang

Die Pilzsporen werden durch Wind und Wasser verbreitet und infizieren die Bäume über kleine Rindenverletzungen. Pflanzenmaterial kann latent befallen sein. Neben der Edelkastanie kann der Pilz auch Eichenarten befallen, auf denen er aber keine Schäden verursacht.

Verwechslungsmöglichkeiten

Tintenkrankheit: ohne Wasserreiser und Stockausschläge, langsames Absterben, Kleinblättrigkeit

Gegenmassnahmen

Schneiden und Verbrennen der befallenen Pflanzenteile. Behandlung mit Hypovirulenz.

Bemerkungen

Der Kastanienrindenkrebs ist ein Quarantäne-Organismus. Sein Auftreten auf der Alpennordseite ist meldepflichtig (e-mail an: waldschutz@wsl.ch). Für den Export und Import von Kastanienpflanzen ist ein Pflanzenpass / Pflanzenschutzzeugnis notwendig.

(siehe Verbreitungskarte)


Ursula Heiniger, letzte Änderung 06-FEB-13
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Abb. 1a. Dürre Blätter während der Vegetationsperiode können ein Hinweis auf den Kastanienrindenkrebs sein
Abb. 1b. Die befallene Rinde verfärbt sich rötlich und sinkt ein, es bilden sich Wasserreiser


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Abb. 2a. Unter der Rinde bildet der Pilz gelbliche Mycelfächer.
Abb. 2b. In Rindenrissen entwickeln sich die rötliche Fruchtkörperchen.