Breitfüssige Birkenblattwespe

Craesus septentrionalis, syn. Croesus s.

Baumarten

Erle, Birke, Hasel, Pappel, Vogelbeere, Weide

Baumarten (lat.)

Alnus, Betula, Corylus, Populus, Sorbus aucuparia, Salix

Symptome

Starker Frass an den Blatträndern. Kleine Bäume können völlig kahlgefressen werden. Raupenkolonien verhalten sich im Gleichtakt.

Ursache, Zusammenhang

Die Breitfüssige Birkenblattwespe legt ihre Eier zwischen die Blattrippen der Wirtspflanze. Die nach ca. zwei Wochen schlüpfenden Raupen fressen in Gesellschaft einreihig am Blattrand. Werden sie dabei gestört, biegen sie ihre Hinterleibe nach vorne über den Vorderkörper (S-förmige Schreckstellung). In dieser Stellung verharren sie eine Weile, wobei sie den aufgerichteten Körperteil hin und her bewegen. Damit versuchen sie einen Feind in die Flucht zu schlagen.
Wenn die bis 25 mm grosse Raupen ausgewachsen sind, verpuppen sie sich in einem selbst gesponnen, braunen Kokon knapp unter der Erdoberfläche. Es können sich zwei Generationen pro Jahr entwickeln. Die adulten Wespen fliegen im Mai/Juni und im August, die Raupen der zweiten Generation überwintern.

Verwechslungsmöglichkeiten

Andere Blattwespen-Raupen

Gegenmassnahmen

Keine nötig, evt. Blätter mit Raupen entfernen.


Beat Wermelinger, letzte Änderung 05-FEB-10
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Raupe in Schreckstellung. Die 7 Bauchfusspaare (+ 3 Brustfusspaare) unterscheiden die Blattwespenraupen von den Schmetterlingsraupen mit höchstens 5 Paaren (+3 an Brust).

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Kolonie an Erle