Grüne und Rote Fichtengallenlaus

Sacchiphantes viridis und
Adelges laricis

Baumarten

Primärwirt: Fichtenarten
Sekundärwirt: Lärche

Baumarten (lat.)

Primärwirt: Picea
Sekundärwirt: Larix

Symptome

Fichte: ananasförmige Gallen an Trieben; zunächst grün, ab Juli braun. Deformation des Gipfeltriebs.
Lärche: geknickte, an Saugstelle gelbe Nadeln; vergilbte Nadeln fallen frühzeitig ab.
Läuse: teils geflügelt, teils mit langzottiger schneeweisser Wachswolle bedeckt.

Ursache, Zusammenhang

Die beiden Fichtengallenläuse haben einen komplizierten 2-jährigen Generationszyklus mit einem obligatorischen Wirtswechsel zwischen Fichte und Lärche. Dieser Zyklus wird hier vereinfacht dargestellt. Anfangs Mai des ersten Jahres legt die Stammmutter (Fundatrix) auf der Fichte ihre Eier ab. Die Mutter und die geschlüpften Junglarven geben beim Saugen Speichelstoffe ab, die zur Bildung von Triebgallen führen. Die sich darin entwickelnden Larven verlassen die Gallen im Juli/August. Nach der Adulthäutung fliegen sie zu einer Lärche und legen dort Eier ab. Die schlüpfenden Junglarven überwintern unter Rinden- und Knospenschuppen. Anfangs Mai des zweiten Jahres beginnen sie an den Nadeln zu saugen und entwickeln sich weiter zu flügellosen Adulttieren. Diese legen Eier an der Basis frischer Triebknospen ab. Aus ihnen entstehen entweder weitere ungeflügelte Frühlingsgenerationen oder geflügelte Läuse, die zur Fichte zurückfliegen und dort Eier ablegen. Daraus entstehen die Geschlechtstiere, deren Weibchen nach der Kopulation je 1 Ei ablegen. Im Spätsommer schlüpft daraus die überwinternde Fundatrix-Larve.

Verwechslungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Arten von Fichtengallenläusen an Fichte und Lärche, die alle eine ähnliche Biologie und ähnliche Gallen haben.

Gegenmassnahmen

  • Befall meist unbedeutend, bei Einzelfichten Entfernen der geschlossenen Gallen vor dem Ausflug.

  • Keine Einzelmischung von Fichten und Lärchen.

  • Bei starkem Befall von Fichten in Baumschulen chemische Behandlung.

  • Lärche: keine Massnahmen nötig.

Bemerkungen

Fichtengallenläuse gehören zu den häufigsten Konifereninsekten, führen aber nur selten zu ökonomischen Schäden. Gallenbildung durch S. viridis nur an Jungfichten bis ca. 12 Jahre, durch A. laricis an älteren.

(siehe Verbreitungskarte)


Beat Wermelinger, letzte Änderung 19-OCT-10
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Wachsbedeckte Fichtengallenläuse an Fichte

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Sog. Ananasgallen der Grünen Fichtengallenlaus

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Deformierter Endtrieb infolge Gallenbildung

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Mit Wachs umhüllte Läuse beim Saugen an Lärchennadeln (Knickstellen!)