Hortensienwollschildlaus

Pulvinaria hydrangeae
syn. Eupulvinaria hydrangeae

Baumarten

Ahorn, Linde, Hortensie, Kaki, Zürgelbaum, Eibe
und weitere Laubgehölze (meist Ziersträucher)

Baumarten (lat.)

Acer, Tilia, Hydrangea, Diospyros, Celtis, Taxus,
Crataegus, Prunus, Cornus, Morus

Symptome

Muttertiere (Schildläuse) sitzen auf der Blattunterseite inklusive ihren Eisäcken, geschützt mit charakteristischen weissen Wachswolle-Ausscheidungen. Die Gebilde können bis zu 8 mm gross werden. Die bis ca. 1 mm langen Larven saugen ebenfalls auf der Blattunterseite, häufig entlang der Blattnerven. Die Larven sind grün bis gelblich-braun gefärbt.
Stark befallene Blätter trocknen ein und fallen im Spätsommer vorzeitig ab. Honigtau (Ausscheidungen der Läuse) schlägt sich auf der Oberseite der Blätter nieder. Darauf gedeihen häufig schwärzliche Russtaupilze.

Ursache, Zusammenhang

Die Generation der Hortensienschildlaus ist einjährig. Im Herbst wandern die Larven auf die Zweige zur Überwinterung. Im Mai beginnt die parthenogenetische Vermehrung und die Läuse begeben sich wieder auf die frisch ausgetriebenen Blätter. Da legen die Weibchen bis zu 3000 oder mehr Eier ab. Diese werden in Wachswolle unter dem Schild deponiert und das Weibchen stirbt ab. Geschlüpfte Larven treten ab Juni/Juli in Erscheinung.

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis) besiedelt ebenfalls Laubgehölze. Die mit Wachswolle geschützten Eigelege werden hingegen nicht auf den Blättern, sondern auf der Rinde von Zweigen und Ästen abgelegt.
Auf der Eibe tritt auch die sehr ähnliche Kamelienwollschildlaus (Pulvinaria floccifera) in Erscheinung.

Gegenmassnahmen

Im Wald und an grösseren Zierbäumen müssen und können keine Massnahmen getroffen werden.
Stark befallene Ziersträucher können mit Insektiziden behandelt werden. Dies sollte aber nicht während dem Blühen geschehen, wenn sie von Bienen besucht werden.

Bemerkungen

Die Hortensienwollschildlaus wurde in den 1960er Jahren nach Europa eingeschleppt. Seit den 1990er Jahren kann sie auch in der Schweiz beobachtet werden.


Beat Forster, PBMD, letzte Änderung 12-JUN-17
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typische Wachswolle-Ausscheidungen auf der Unterseite eines Bergahorn-Blattes.

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Manchmal werden auch Blatt-Stiele und dünne Zweige befallen (hier an Linde).

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Schildlaus-Larven

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Russtau-Ablagerungen auf der Oberseite von Berg- und Spitzahornblättern