Grüner Wacholder-Prachtkäfer

Ovalisia (=Palmar) festiva

Baumarten

Wacholder, Thuja (Lebensbaum), Scheinzypresse, Zypresse

Baumarten (lat.)

Juniperus, Thuja, Chamaecyparis, Cupressus

Symptome

Verbräunen und Absterben von dickeren Ästen oder ganzen Pflanzen; schrägstehende, 2-4 mm grosse, spitzovale Ausbohrlöcher

Ursache, Zusammenhang

Ursprünglich in der Schweiz nur an Wacholder vorkommend, tritt der Grüne (oder Südliche) Wacholder-Prachtkäfer in letzter Zeit gerne auch in Thujahecken auf. Er befällt frisch abgestorbene oder kränkelnde, aber lebende Bäume oder Sträucher, mit Vorliebe Stämmchen oder Äste von 2-10 cm Durchmesser. Die Larven fressen in flachen Larvengängen zwischen Rinde und Splintholz, die Gänge sind mit feinem Bohrmehl gefüllt. Die Larve überwintert, die Verpuppung findet im Frühling meist im Holz dicht unter der Splint-Oberfläche statt. Die adulten Tiere bohren sich mit einem querovalen Loch aus dem Holz aus und fliegen je nach Region von Mai bis Juli. Die Entwicklung dauert 2 Jahre.
Die Art hat ihre Hauptverbreitung im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa galt sie bisher als selten (in Deutschland geschützt). In der Schweiz wurde sie bisher v.a. im Genferseegebiet, im Wallis und an den Neuenburgerseen gefunden, also an wärmebegünstigten Orten.

Verwechslungsmöglichkeiten

Der Käfer ist unverwechselbar, die Ausschlupflöcher können mit denen des Scheibenbocks (Phymatodes glabratus) verwechselt werden.

Gegenmassnahmen

Befallene Heckenteile/Zierbäume entfernen und verbrennen oder häckseln. Vorbeugend Stressfaktoren für die Pflanzen vermeiden (Trockenheit, Salz, Schatten, Konkurrenz).


Beat Wermelinger, letzte Änderung 19-JAN-10
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Der schöne, 6-12 mm grosse Käfer ist unverwechselbar.

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Ausbohrloch an einem abgestorbenen Thujastämmchen.

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Larve beim Frass unter der Rinde.