Robiniengallmücke

Obolodiplosis robiniae

Baumarten

Robinie, Falsche Akazie

Baumarten (lat.)

Robinia pseudoacacia

Symptome

Nach unten eingerollte, vergallte Blattränder, evt. mit weissen Larven in den Gallen

Ursache, Zusammenhang

Die Robiniengallmücke ist eine der vielen in letzter Zeit eingeschleppten Insektenarten. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde sie 2003 in Italien entdeckt. Danach breitete sie sich ins östliche Mitteleuropa und nach Deutschland aus und wurde 2007 erstmals auch in der Schweiz gefunden.

Die Gallmücke kann mehrere Generationen pro Jahr haben. Die weisslichen, fusslosen Larven (Maden) fressen auf der Unterseite der Fiederblätter und verursachen ein Einrollen der Blattränder nach unten (Blattrandgalle). Die Gallen können gleichzeitig mehrere Larven enthalten. Wenn die Larven parasitiert sind, findet man dunkle, spindelförmige Aggregate von Puppen parasitischer Wespen. Diese Schlupfwespenart wurde 2007 neu entdeckt und beschrieben (Platygaster robiniae).

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Robinien-Miniermotten verursachen Blattminen, aber keine Blattrandgallen.

Gegenmassnahmen

keine nötig

Bemerkungen

Beschreibung der Erstfunde der Schweiz:
Wermelinger, B. & Skuhravá, M., 2007: First records of the gall midge Obolodiplosis robiniae (Haldeman) (Diptera: Cecidomyiidae) and its associated parasitoid Platygaster robiniae Buhl & Duso (Hymenoptera: Platygastridae) in Switzerland. Mitt. Schweiz. Entomol. Ges. 80: 217-221.


Beat Wermelinger, letzte Änderung 22-JAN-08
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Unterseite eines Robinienblatts mit Blattrandgallen.

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Die weissen Gallmückenlarven leben in den Rollgallen.

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Jedes Fiederblatt kann mehrere Gallen haben. Ältere Gallen vertrocknen und reissen ein.