Junikäfer

Amphimallon solstitiale

Baumarten

diverses Laubholz und Föhre

Baumarten (lat.)

Populus, Betula, Quercus, Fagus, Pinus usw.

Symptome

Von Mai bis Mitte Juli führen die 1.5 bis 2 cm langen, uni gelbbraun gefärbten Käfer an den Blättern verschiedener Laubgehölze sowie manchmal auch an Föhrennadeln ihren Reifungsfrass durch. Dieser Frass der erwachsenen Käfer dauert nur wenige Tage und ist meist weniger intensiv als bei den Maikäfern oder auch beim Gartenlaubkäfer. In die Blätter werden Scharten und Löcher gefressen. Mit Vorliebe werden Waldränder, Feldgehölze und Hecken angeflogen.
Die weisslichen Engerlinge sehen denen des Maikäfers sehr ähnlich und entwickeln sich im Boden, wo sie an Wurzeln fressen. Meist sind hierbei Gräser und Krautpflanzen betroffen.
Leichte, sandige, trockene Böden (z. B. Brachland) werden vom Junikäfer bevorzugt, aber auch in landwirtschaftlichen Kulturen und Gärten kann der Käfer vorkommen und hin und wieder Produktionsausfälle und Schäden verursachen.

Ursache, Zusammenhang

Die Eiablage findet in der ersten Sommerhälfte am Boden statt. Die unterirdische Entwicklung der Engerlinge dauert zwei oder drei Jahre. Die Engerlinge fressen an den Wurzeln diverser Pflanzenarten, sehr häufig an Gräsern. Die Larven verpuppen sich im Frühling im Boden, und schon nach drei Wochen fliegen die Käfer aus. Beim Anflug auf die Bäume orientieren sich die Käfer nach der Silhouette, wie dies auch bei den Maikäfern zu beobachten ist.

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Frasssymptome an den Blättern könnten auch Schmetterlingsraupen oder Blattkäfern zugewiesen werden, falls keine Käfer mehr vorhanden sind.
Der Junikäfer, welcher wie Maikäfer, Gartenlaubkäfer und Rosenkäfer ebenfalls zur Familie der Blatthornkäfer gehört, hat eine ähnliche Lebensweise wie seine Verwandten, lässt sich aber durch seine uni gelbbraune Färbung gut unterscheiden.
Ähnlich grosse Engerlinge (bis ca. 4 cm) haben die Maikäfer (Melolontha sp.) und der Rosenkäfer (Cetonia aurata).
Auf einer flachen Unterlage versuchen Maikäfer-Engerlinge sich in gekrümmter Haltung seitlich fortzubewegen, Junikäfer-Engerlinge strecken sich und kriechen auf dem Bauch. Rosenkäfer-Engerlinge versuchen sich in Rückenlage fortzubewegen.
Etwas kleiner sind die Engerlinge der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola).

Gegenmassnahmen

Der Blattfrass an Bäumen und Sträuchern kann und muss nicht bekämpft werden.
Engerlinge in landwirtschaftlichen Kulturen oder Rasenflächen können mittels Beauveria-Pilzen oder Insektiziden bekämpft werden.

Bemerkungen

In Jahren mit milden Frühlingsmonaten fliegen die Junikäfer manchmal schon ab Mitte April, zum Teil sogar noch vor den Maikäfern!


B. Forster, Waldschutz Schweiz, letzte Änderung 24-APR-09
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Junikäfer sind einheitlich gelbbraun gefärbt und zwischen 1.5 und 2 cm lang.

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Die Engerlinge entwickeln sich oft in sandigen Böden und sind von jenen des Maikäfers kaum zu unterscheiden.

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Deutlicher Blattfrass durch erwachsene Käfer ist eher selten.