Grosse Schwarze Fichtenrindenlaus

Cinara piceae

Baumarten

Fichte, Sitkafichte

Baumarten (lat.)

Picea abies, Picea sitchensis

Symptome

Lauskolonien an Ästen und Stämmen besonders im Kronenbereich

Ursache, Zusammenhang

Die bis 4 mm grossen Tiere saugen in grossen Kolonien bevorzugt an dicken Zwiegen, Astunterseiten und Stämmen junger und alter Fichten. Dabei wird der Saugort häufig gewechselt und kann sogar an die Wurzeln verlegt werden. Die Vermehrung geschieht in dieser Phase ungeschlechtlich. Vor Ende Juni fliegt ein grosser Teil der Kolonie auf neue Bäume. Dort entstehen die Geschlechtstiere (Sexuales). Sie haben einen Wachswollring auf dem Rücken, die Männchen sind ungeflügelt. Die Weibchen legen ihre Eier an der Nadelbasis von diesjährigen Trieben ab. Die Eier überwintern und im Frühling schlüpfen die Stammmütter (Fundatrices), die mit ihren unbefruchteten Eiern die neuen Kolonien begründen. Cinara-Arten werden häufig von Ameisen besucht (Mutualismus).

Bei jungen Pflanzen kann die Saugtätigkeit zu Triebstauchungen und Wachstumsverminderungen führen. Der Honigtau kann zu Befall durch Russtaupilze führen.

Verwechslungsmöglichkeiten

Andere grosse Cinara-Arten sind anders gefärbt.

Gegenmassnahmen

  • Bei ausgewachsenen Fichten keine Massnahmen notwendig.
  • In Pflanzgärten bei starkem Befall nötigenfalls Anwendung von Insektizid (Achtung auf Bienen!)

Bemerkungen

Rindenläuse sind für die Imkerei wichtig, da sie viel Honigtau produzieren, der von den Honigbienen gesammelt wird ("Waldhonig"). Auch Ameisen, Wespen und Schwebfliegen profitieren vom Honigtau.


Beat Wermelinger, letzte Änderung 13-MAY-04
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Laus beim Saugen mit dem in die Rinde eingeführten Saugrüssel

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Kleine Kolonie von Läusen