Gartenlaubkäfer

Phyllopertha horticola

Baumarten

diverses Laubholz, häufig an Birke, Aspe

Baumarten (lat.)

Betula sp., Populus tremula usw.

Symptome

Im Juni führen die bis 8 mm langen, glänzenden Käfer an den Blättern verschiedener Laubgehölze ihren Reifungsfrass durch. Die Flügeldecken der Käfer sind braun - Halsschild und Kopf grünlich bis grünblau gefärbt.
Mit Vorliebe werden Waldränder, Feldgehölze und Hecken angeflogen. Der Frass dauert nur wenige Tage. In die Blätter werden Scharten und Löcher gefressen, im Extremfall kann es bis zum Kahlfrass kommen. Im Laufe des Sommers treiben die Bäume nochmals aus und ersetzen die verlorene Blattmasse. Im folgenden Herbst können unter Umständen Frühfrostschäden auftreten.
Die Larven (kleine Engerlinge) entwickeln sich im Boden, wo sie an Wurzeln fressen. Meist sind hierbei Krautpflanzen und Gräser betroffen. In landwirtschaftlichen Kulturen und Gärten (Rasenflächen) kann es zu Produktionsausfällen und Schäden kommen.

Ursache, Zusammenhang

Pro Jahr wird eine Generation ausgebildet.
Die Eiablage findet in der ersten Sommerhälfte am Boden statt. Danach schlüpfen die Larven und fressen unterirdisch an den Wurzeln bis im Herbst. Anschliessend folgt die Überwinterung im Boden. Im Frühling wird nicht mehr gefressen und die Larven verpuppen sich in einer kleinen Erdhöhle. Ab Ende Mai schlüpfen die adulten Käfer aus und fliegen für ihren Reifungsfrass Laubgehölze an.

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Frasssymptome an den Blättern könnten auch Schmetterlingsraupen oder Blattkäfern zugewiesen werden, falls keine Käfer mehr vorhanden sind.
Der Gartenlaubkäfer, welcher wie Maikäfer und Junikäfer ebenfalls zur Familie der Blatthornkäfer gehört, hat eine ähnliche Lebensweise wie seine grösseren Verwandten, lässt sich aber durch seine deutlich geringere Grösse gut unterscheiden.

Gegenmassnahmen

Der Blattfrass an Bäumen und Sträuchern kann und muss nicht bekämpft werden.

Bemerkungen

Massenvermehrungen treten sporadisch in inneralpinen Trockentälern in Erscheinung, so beispielsweise im mittleren Engadin.


Beat Forster, Waldschutz Schweiz, letzte Änderung 24-APR-09
© 2003-2008 WSL - Waldschutz
email Waldschutz

5150adf274497f35baa20bb6f18196fa

Der Käfer beim Reifungsfrass.

56b6887881e224462069cdc6134aecdd

Befressene Birkenblätter.

71ba6d2f6dc296127929311fb104b761

Kahlfrass an einer Gruppe Aspen.