Grosser Pappelbock

Saperda carcharias

Baumarten

Pappel, Aspe, Weide

Baumarten (lat.)

Populus, Salix

Symptome

Schlitze in der Rinde, Auswurf von groben Bohrspänen, Verdickungen am Stamm, Frassgänge im Holz.

Ursache, Zusammenhang

Der Grosse Pappelbock befällt vorzugsweise jüngere, lebende Pappeln im unteren Stammbereich. Die Weibchen nagen Schlitze in die Rinde und legen dort je ein Ei hinein. Dieses überwintert, im nächsten Frühling schlüpft die Larve und frisst zuerst unter der Rinde. Danach dringt sie tief ins Holz ein und legt breite, vertikal verlaufende Gänge an, in denen sie sich hin und her bewegt. Sie frisst aber auch am wuchernden Rindengewebe (Verdickungen). Die 15-25 cm langen Gänge enthalten grobe Bohrspäne, die zeitweise auch ausgeworfen werden. Nach 2-3 Jahren erfolgt die Verpuppung im Gang hinter einem Pfopf von Spänen. Nach rund 1 Monat schlüpfen die 2-3 cm grossen Käfer durch ein rundes Loch aus. Der Reifungsfrass erfolgt an Blättern und Rinde junger Zweige. Sie fliegen in der Dämmerung vom Juni bis Oktober.
Vor allem in Pappelkulturen können Schäden entstehen. Bei starkem Befall gehen jüngere Pflanzen ein oder brechen bei Wind um.

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Frassgänge können mit solchen einiger anderer Holzbewohner verwechselt werden, z.B. Weidenbohrer, Blausieb, Asiatischer Laubholzbockkäfer, Moschusbock.

Gegenmassnahmen

Fällen von stark befallenen Bäumen (Windbruchgefahr).


Beat Wermelinger, letzte Änderung 03-SEP-12
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Der Käfer ist bräunlich gefärbt und zeigt ein schwarzes Punktmuster.

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Die Larven der Pappelböcke haben oben eine punktierte Halsschildplatte. (Foto G. Csoka, Bugwood.org)

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Die Bohrgänge gehen tief ins Holz und enthalten grobe Späne.