Blattbräune der Hagebuche

(Monostichella robergei)

Die Blattbräune der Hagebuche wird vom Pilz Monostichella robergei ausgelöst. Es erkranken einzig die Blätter. Die Zweige sind von dieser Krankheit nicht betroffen. Obwohl erkrankte Hagebuchen zuweilen bereits im Sommer einen erbärmlichen Anblick vermitteln und wie vertrocknet erscheinen, ist die Krankheit eher harmlos und die Hagebuchen erholen sich wieder problemlos. Ausgelöst wird die Krankheit laut Literatur z. B. durch starke Trockenheit oder bei Hecken gelegentlich auch durch zu starken Rückschnitt.

Möglicherweise wird diese Blattkrankheit auch durch ein verregnetes Frühjahr gefördert, da nach dem niederschlagsreichen Frühling 2001 diese Blattkrankheit etwas öfters gefunden werden konnte.

Die Krankheit kann gelegentlich auch an Hagebuchen am Waldrand beobachtet werden, wie dies Ende Juni 2001 bei Andelfingen der Fall war (Bild oben). Kennzeichnend für die Krankheit sind Blattrandnekrosen und diffuse braune Blattfleckung (Bild links). Betroffen sind besonders ältere, vollentfaltete Blätter. In den braunen Blattflecken können nur mit einer starken Lupe die Pilzfruchkörperchen entdeckt werden. Bei Parkbäumen und Hecken kann ein massvoller Rückschnitt Besserung bringen. Ansonsten sind keine Gegenmassnahmen erforderlich.


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