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Erneuerbare Energien aus der Landschaft Schweiz

Auteurs
Hergert, R.
Année de parution
2013
Citation:

Hergert, R., 2013: Erneuerbare Energien aus der Landschaft Schweiz. Master thesis.

 

Hergert, R. 2013: Erneuerbare Energien aus der Landschaft Schweiz. Masterarbeit geleitet von Felix Kienast, WSL und Anna Hersperger, WSL, D-USYS, ETH Zürich

 

Aufgrund des Klimawandels und des vom Bund beschlossenen Atomausstiegs sind erneuerbare Energien zu einem wesentlichen Thema unserer Zeit geworden. Es gibt bereits verschiedene Studien, die das Potential erneuerbarer Energieträger in der Schweiz berechnen und mittels kartographischer Ausschlussverfahren ungeeignete oder konfliktreiche Standorte herausfiltern. Neu in der vorliegenden Studie ist, dass (a) die kantonalen Natur- und Landschaftsschutzgebiete als potenziell konfliktreiche Gebiete berücksichtigt werden und (b) Flächen mit tiefem Nutzungsdruck eruiert werden, welche sich für Solarenergie bzw. verholzte Biomasse eignen könnten.

Für die Berechnung der Energiepotentiale von Wind- und Kleinwasserkraftwerken wurden verschiedene Filter mit Ausschlusskriterien gebildet, als Neuheit erstmals die kantonalen Schutzgebiete, die bisher nicht in nationale Abschätzungen einflossen. Anschliessend wurden die theoretisch möglichen Potentialflächen jedes Energieträgers mit den Ausschlusskriterien (Filter) kartografisch überlagert. Für jede Kombination von Ausschlusskriterien kann nun angegeben werden, wie hoch das Energiepotential ist. Mit einer GIS-gestützten Analyse wurden zusätzlich Flächen mit tiefem Nutzungsdruck eruiert, insbesondere verbuschte und aufgrund zukünftiger Landnutzungsszenarien einwachsende Flächen. Für diese wurde das Energiepotenzial von verholzter Biomasse bzw. Solarenergie berechnet. Werden alle vier Energieträger unter Berücksichtigung aller Ausschlusskriterien kombiniert, beträgt das Potential erneuerbarer Energien in der Schweiz, das auf den in dieser Studie ausgeschiedenen Flächen gewonnen werden kann, 23‘409,4 GWh, was 37,2 Prozent des heutigen Stromverbrauchs entspricht. Damit könnte das Ziel der Energiestrategie des Bundesrates (22‘600 GWh erneuerbare Energie bis 2050) erreicht werden. Dieser Wert schliesst für die Solarenergie die Siedlungsgebiete nicht ein.