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Sozialwissenschaftliche Erfolgskontrolle Chriesbachrevitalisierung

 

Hintergrund

Die Revitalisierung von Fliessgewässern betrifft grundsätzlich mehrere Ebenen. Neben der ökologischen und biologischen Ebene, die oft bei Planungsvorhaben und -umsetzungen im Vordergrund stehen, bleibt aber auch eine soziale und gesellschaftliche Ebene durch Revitalisierungsmassnahmen nicht unberührt. Bei der Revitalisierung des Chriesbach wurde die soziale und gesellschaftliche Ebene bereits bei der Planung und Zielsetzung mit eingebunden, sie ist integrativer Bestandteil des Revitalisierungsprojekts. Als übergeordnete Zielsetzung wird definiert, dass ein Mehrwert für Mensch und Umwelt geschaffen werden soll. Dieser Gedanke setzt sich auch in den konkreten Zielen fort, indem einerseits ein „grüner Korridor“ als Erholungszone eingerichtet und andererseits durch das Freiluftlabor Forschung der Bevölkerung näher gebracht werden soll. Diese sozialen Ziele der Revitalisierungsmassnahme entsprechen Empfehlungen und Erkenntnisse aus dem Bereich der Forschung zur Lebensqualität und Public-Health Förderung. Insbesondere das Schaffen eines „grünen Korridors“ als Erholungszone enthält grosses Potenzial, Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität sowohl von Anwohnern, Passanten und Mitarbeitenden ansässiger Einrichtungen (wie Empa oder Eawag) aufrechtzuerhalten und zu fördern.

Forschungsfragen und Projektziele

Mit der sozialwissenschaftlichen Erfolgskontrolle soll geklärt werden, ob durch die Revitalisierung des Chriesbachs ein Mehrwert für die Bevölkerung bzw. Anwohner und Nutzer geschaffen wurde. Insbesondere stehen hierbei die beiden Aspekte Erholung und Förderung der Bevölkerungsnähe bezüglich Eawag-Forschung im Vordergrund. Daraus ergeben sich folgende Forschungsfragen für die Erfolgskontrolle:

  • Konnte durch die Revitalisierung des Chriesbachs der Erholungswert des Chriesbachs (inkl. „grünen Korridor“) für Bevölkerung, Anwohner und Mitarbeitende (Eawag/Empa) gesteigert werden?
  • Erzielt das Freiluftlabor die gewünschte Wirkung, nämlich den Bach für Lehre und Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Erkenntnisse der Eawag Forschung widerzuspiegeln?
  • Hängt der Mehrwert für die Bevölkerung, Anwohner und Mitarbeitende davon ab, wie über das Projekt informiert wurde?

Diese Forschungsfragen können am besten durch eine Befragung der Bevölkerung bzw. Anwohner und Mitarbeitenden (Eawag/Empa) beantwortet werden. Inhaltlich erfasst der Fragebogen Themen zur Erholungs- und Landschaftseinschätzung sowie Fragen zum Freiluftlabor. Die konkreten Fragebogenfragen werden aus wissenschaftlich fundierten Skalen (z.B. aus der Erholungs- und Einstellungsforschung sowie aus der Evaluationsforschung) entliehen und an den Kontext „Chriesbach“ angepasst.

Projektpartner

  • Christian Marti (AWEL, Gesamtprojektleitung)
  • Dr. Robert Tobias (Eawag)