Navigation mit Access Keys

Contenuto principale

 

Applying a systematic conservation-planning tool with real data of Canton Aargau

Autori
Anno di pubblicazione
2014
Volume
46 pagine
Citazione:

Götz, L., 2014: Applying a systematic conservation-planning tool with real data of Canton Aargau. Master thesis. 46 p.

 

Götz L., 2014: Applying a systematic conservation-planning tool with real data of Canton Aargau. Masterarbeit geleitet von Peter B. Pearman & Felix Kienast, WSL. D-USYS, ETH Zürich 

 

Die systematische Naturschutzplanung hat in den letzten 30 Jahren markant zugenommen. Darunter versteht man alle Anstrengungen von Forschung und Praxis, Naturschutzgebiete nicht willkürlich auszuwählen, sondern aufgrund biologischer und landschaftsökologischer Prinzipien. Die systematische Naturschutzplanung wird von diversen Computerprogrammen unterstützt, welche z.B. die Gebietsauswahl optimieren. Das weltweit am meisten angewendete Optimierungs-Programm ist MARXAN. In der Schweiz wurden mit diesem Instrument aber bisher nur wenige Analysen durchgeführt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, MARXAN mit Daten der Naturschutzgebiete von kantonaler Bedeutung des Kantons Aargau zu testen und eine theoretische Optimierung der kantonalen Naturschutzgebiete durchzuführen. Alle Optimierungen zielen darauf ab, die in den Schutzgebieten vorkommenden Tier- und Pflanzenarten möglichst kosteneffizient zu schützen.
Die Analysen mit MARXAN bestätigen, dass es im Kanton Aargau unverzichtbare Naturschutzgebiete mit herausragender Bedeutung für die Biodiversität gibt. Sie wurden in allen Optimierungen gewählt und gelten als Kerngebiete höchster Priorität. Diese unabdingbaren Flächen müssen aber mit weiteren Schutzgebiete ergänzt werden, welche mit möglichst tiefen Kosten eine hohe Biodiversität garantieren. Diese Schritte kann MARXAN wesentlich erleichtern. Obwohl die Optimierungen theoretische Resultate darstellen und viele Aspekte wie z.B. die Vernetzung von Habitaten nicht berücksichtigen, stellen sie für die Praxis eine wertvolle Planungshilfe dar. Allerdings reicht die Anwendung einer Optimierungssoftware allein nicht aus, das Konzept der systematischen Naturschutzplanung umzusetzen. Vielmehr ist Zusatzwissen und der Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis gefordert, damit der systematische Ansatz auch umgesetzt werden kann.