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Nutzungskonflikte im urbanen Naherholungsgebiet: Biken und Wandern im Zürcher Wald.

Autori
Kleiner, A.
Anno di pubblicazione
2018
Citazione:

Kleiner, A., 2018: Nutzungskonflikte im urbanen Naherholungsgebiet: Biken und Wandern im Zürcher Wald.. Master thesis.

 

Nutzungskonflikte im urbanen Naherholungsgebiet: Biken und Wandern im Zürcher Wald. Master Thesis am BOKU Wien. Annick Kleiner, 2018. Supervisors: Assoc. Prof. Dr. Arne Arnberger, Dr. Marcel Hunziker.

 

Die zunehmende Urbanisierung und Alterung der Gesellschaft führt zusammen mit aktuellen Freizeittrends zu einer starken Nachfrage nach Naherholungsmöglichkeiten. Sowohl der Nutzungsdruck auf Naherholungsgebiete, als auch Konflikte zwischen Outdooraktivitäten (wie Biken und Wandern) sind Thema wissenschaftlicher Studien. Die fachspezifische Literatur weist auf den Nutzen von Management für die Erholungsqualität und die Reduktion von Störungen hin.

Die Stadt Zürich lancierte, um Spannungen zwischen Biken und Wandern im städtischen Wald am Uetliberg Einhalt zu gebieten und die Erholungsqualität zu erhalten, 2005 ein Maßnahmenpaket. Es wurden ein Biketrail gebaut, der Biketransport in der Bahn zwischen Waldegg und Uetliberg verboten und informative Maßnahmen umgesetzt. Ziel dieser Studie ist es, die Maßnahmen langfristig, basierend auf zwei früheren Befragungen unmittelbar vor und nach der Umsetzung (Freuler 2008), zu bewerten und die Attraktivität der Bikeinfrastruktur zu untersuchen. Im Sommer 2017 wurde eine schriftliche Befragung von 499 NutzerInnen (230 WandererInnen, 159 Polysportive und 105 BikerInnen) des Naherholungsgebietes durchgeführt.

Das gesamte Maßnahmenpaket ist von den Befragten akzeptiert. Die Störungshäufigkeit durch Biken wurde langfristig reduziert. Obwohl die BesucherInnenzahl von vielen NutzerInnen als hoch erlebt wurde, bestand eine große Zufriedenheit mit dem Erholungsgebiet und dem Verhalten anderer NutzerInnen. Um die Bikeinfrastruktur zu evaluieren unterteilte die Studie 182 Bikende nach psychologischen, konativen und kognitiven Komponenten des Recreation Specialization Konzeptes in drei Gruppen: EinsteigerInnen, Routinierte und Spezialisierte. Die Bikegruppen haben unterschiedliche Ansprüche an den Ausbau und Unterhalt der Bikeinfrastruktur, so dass die Zufriedenheit mit dem separaten Biketrail vor allem bei EinsteigerInnen hoch war. 

Abstract in Englisch:

Urbanization and demographic development followed by trends of recreational use increase pressure on recreational areas near cities. The strong use of parks and urban forests as well as conflicts between user groups (such as bikers and hikers) have been subject to several studies in the past. Research has shown that management measures in recreational areas can reduce conflicts and maintain the quality of recreation.

In Zurich, the use of the Uetliberg as recreational area has caused major conflicts between user groups, leading the city council to take measurements to reduce conflicts and emphasize the quality of recreation in 2005. A mountain bike trail was established, bike transport in the railway was prohibited (between Waldegg and Uetliberg) and informative measures for users were implemented. This study aims to evaluate these measures in a long-term perspective and seeks to examine the attractiveness of the infrastructure for bikers. In summer 2017 a written survey was conducted on 499 users of the recreational area (230 walkers, 159 multisportives, 105 bikers). Based on two previous surveys (Freuler 2008) taken directly before and after implementation of the management measures the impact of these measures was re-evaluated. The evaluation of the survey reveals a broad consensus on acceptance of the measures taken.

The numbers of cases of disturbance by bikers decreased persistently. The level of satisfaction with the recreation area and other users was high despite crowding. An additional part of the survey evaluated biker satisfaction on infrastructure. We used the Recreation Specialization (Bryan 1977) to divide the user group according to psychological, conative and cognitive dimensions into three groups: beginner, experienced and specialized.The bikegroups have different demands on the development and maintenance of the bike infrastructure. Results revealed that particularly the beginner group was satisfied with the mountain bike trail.