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Veränderung der Nutzungsintensität der Moorlandschaft im Raum Sörenberg von 1800 bis heute

Autori
Anno di pubblicazione
2013
Volume
129 pagine
Citazione:

Humbel, A., 2013: Veränderung der Nutzungsintensität der Moorlandschaft im Raum Sörenberg von 1800 bis heute. Master thesis. 129 p.

 

Humbel, A., 2013: Veränderung der Nutzungsintensität der Moorlandschaft im Raum Sörenberg von 1800 bis heute. Masterarbeit geleitet von Matthias Bürgi, WSL. D-USYS, ETH Zürich

 

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der räumlichen und zeitlichen Variabilität der Nutzungsintensität von Moorlandschaften. Der Begriff der Landnutzungsintensität wird in der wissenschaftlichen Literatur nicht einheitlich definiert und angewendet. Die Erarbeitung von aussagekräftigen Einflussfaktoren der Landnutzungsintensität hat eine praktische Relevanz für die Umsetzung des Moorschutzes.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden räumliche und zeitliche Veränderungen der Landnutzungsintensität seit 1800 in der Region Sörenberg (Kanton Luzern) untersucht. Das Untersuchungsgebiet ist Teil der UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE) und liegt innerhalb zweier Moorlandschaften von nationaler Bedeutung.

Das methodische Vorgehen bestand einerseits aus einer Literaturrecherche von historischen Quellen zur Landnutzung um Sörenberg, andererseits aus der Transkription und Analyse von episodischen Interviews mit Landwirten aus der betroffenen Region. Ziel der Arbeit war eine möglichst ganzheitliche Darstellung relevanter Einflussfaktoren auf Veränderungen der Landnutzungsintensität.

Relevant für die räumliche Variabilität der Landnutzungsintensität sind ökologische, standortbedingte Einflussfaktoren. Die zeitliche Variabilität wird überwiegend durch überregional gültige, ökonomische und soziale Einflussfaktoren bestimmt. Die landwirtschaftlichen Direktzahlungen wirkten sich stark auf die Nutzungsintensität in Sörenberg aus. Der Paradigmenwechsel von produktbezogenen zu ökologischen Direktzahlungen gegen Ende des 20. Jahrhunderts hatte eine Extensivierung der Landwirtschaft zur Folge.