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BetterGardens: Biodiversität, Bodenqualität und soziale Aspekte von Stadtgärten

 

Ziel dieser Studie ist es, die Bedeutung städtischer Gärten für die Biodiversität, die Ökosystemprozesse und -dienstleistungen und die Lebensqualität der Stadtbevölkerung besser zu verstehen.

 

In Schweizer Städten stellen Privat- und Familiengärten einen beträchtlichen Teil des städtischen Grüns dar. Sie spielen eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben der Stadtbevölkerung und bieten Lebensraum und Grünkorridore für viele Pflanzen- und Tierarten. Trotz dieses Allgemeinwissens ist wenig bekannt über die Art der Gartenpflege, die die Anzahl der Arten, ihre Zusammensetzung und die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Arten beeinflusst und wie sich dies auf die Lebensqualität der Menschen und ihr Verhältnis zur Natur auswirkt in mehr oder weniger dicht bebauten Gebieten mit unterschiedlichen Bevölkerungsschichten.

Eines der Ziele der Biodiversitätsstrategie Schweiz ist die Förderung der Biodiversität in den Städten ist. Dieses Ziel steht im Konflikt mit der Notwendigkeit, städtische Agglomerationen zu verdichten, um die Erosion der umliegenden landwirtschaftlichen Gebiete einzudämmen.

BetterGardens ist eine inter- und transdisziplinäre Studie, die vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL, Projektleitung) und der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) unterstützt und durchgeführt wird. Die Studie wird in drei Schweizer Städten (Zürich, Bern und Lausanne) in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Schweizerischen Familiengartenverband durchgeführ und durch das Synergieprogramm des Schweizerischen Nationalfonds finanziell unterstützt.

Ziel des Projektes ist es, quantitative wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung und ökologische und soziale Rolle öffentlicher und privater Gärten in der Stadt zu sammeln und Empfehlungen für die Gemeinden zu entwickeln für ein optimales Management bestehender Grünflächen und eine integrierte Stadtplanung in der Zukunft.

 

Die Studie gliedert sich in vier interdisziplinäre und integrierte Teilprojekte:

  • Teilprojekt A: Untersucht die Motivationen, die zu einer bestimmten Art der Gartenpflege führen (FiBL, Robert Home).
  • Teilprojekt B: Diese Studie untersucht soziale Werte (Lebensqualität und psychomentale Erholung) und Einstellungen zu städtischen Gärten sowie den ästhetischen Aspekt städtischer Gärten (WSL, Nicole Bauer und Christopher Young).
  • Teilprojekt C: Untersuchung des Einflusses lokaler Gartenfaktoren (Zusammensetzung und Management) auf die Bodenqualität und bodenökologische Prozesse (FiBL und WSL, Andreas Fliessbach, Marco Moretti und Simon Tresch).
  • Teilprojekt D: quantifiziert die Bedeutung von Umwelt- und Managementfaktoren für die Biodiversität und bestimmte ökologische Prozesse (Bestäubung und Nahrungskette) auf verschiedenen räumlichen Skalen, vom Garten bis zur umgebenden Stadtlandschaft (WSL, Marco Moretti, David Frey und Andrea Zanetta).

Die Integration der verschiedenen Teilprojekte erfolgt durch den Austausch von Daten und Konzepten zu den verschiedenen Disziplinen sowie die Entwicklung von Modellen, die psychologisch-institutionelle (Teilprojekt A), soziale (B) und ökologisch-ökologische (C und D) Aspekte umfassen.

Teilprojekt D: Biodiversität und Ökosystemfunktionen

Mit diesem Teilprojekt möchten wir die folgenden Fragen beantworten:

  1. Wie viele und welche Pflanzen- und Tierarten leben in städtischen Gärten?
  2. Wie wirken sich Gartenmanagement und Urbanisierung (Gebäudedichte) auf die Vielfalt und Artenzusammensetzung verschiedener taxonomischer Gruppen (Pflanzen und neun Gruppen von Wirbellosen) aus?
  3. Welche Faktoren auf lokaler und städtischer Ebene beeinflussen die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Tieren und ihre ökologischen Prozesse (Bestäubung, Parasitismus, Abbau von organischer Substanz)?
  4. Wie wirken sich sozioökonomische und demographische Faktoren auf die Bewirtschaftung und Pflege von Gärten und damit auf die Biodiversität aus?
 

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