Unwetterereignis 2024 im Misox

Gestion de projet

Alexandre Badoux

Suppléance

Arabella Fristensky

Collaborateurs du projet

Arabella Fristensky
Alexandre Badoux
Christoph Graf

Durée du projet

2025

Financement

Einfluss flachgründiger Hangprozesse auf die Geschiebetransport- und Murgangereignisse des 21. Juni 2024 in ausgewählten Einzugsgebieten des Misox

Am 21. Juni 2024 führten starke Gewitter in zahlreichen Wildbächen im Misox (GR) zu Murgängen und murgangartigen Feststofftransporten, die Todesfälle und schwere Sachschäden verursachten. Rund zwei Drittel der bestehenden Gefahrenkarten bildeten die Ereignisse nur mässig bis unzureichend ab. 

Aufgrund der hohen Dichte flachgründiger Hangprozesse (Hangmuren und flachgründige Rutschungen) in den betroffenen Einzugsgebieten, analysierte die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im Auftrag des Amts für Wald und Naturgefahren Graubünden (AWN) deren Einfluss auf die Gerinneereignisse. 

In zehn von achtzehn vom AWN ausgewählten Seitenbächen wurden flachgründige Hangprozesse festgestellt und kartiert. Die Volumina der Hangprozesse wurden mittels Mächtigkeitsabschätzungen basierend auf Feldmessungen, Einträgen im Naturereigniskataster StorMe und, sofern vorhanden, LiDAR-Daten ermittelt. 

In den Einzugsgebieten Rià de la Molera und Runsen Froda erfolgten zudem Sedimentbilanzierungen und numerische Modellierungen (RAMMS::Debrisflow). Durch die Sedimentbilanzierungen konnten Erosions- und Ablagerunsprozesse untersucht werden und für die Ereignisse vom 21. Juni 2024 relevante Gerinneabschnitte identifiziert werden. Die numerischen Modellierungen verbesserten das Prozessverständnis und ermöglichten die Ermittlung und Verifizierung von Fliesswegen, -höhen und -geschwindigkeiten.