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Folientunnel-Experiment

 

Wir untersuchen wie ausgewählte Zukunftsbaumarten in einem Klima mit wärmeren Wintern und heiss-trockenen Sommermonaten wachsen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und wie sich ihre Präsenz auf Wald- und Bodenfunktionen auswirken.

 
 

Auswirkungen von Zukunftsbaumarten auf Wald- und Bodenfunktionen

Hintergrund und Projektziele

Mit dem Klimawandel verändern sich auch die Wachstumsbedingungen für den Wald: steigende Temperaturen und sinkende Sommerniederschläge führen zu klimatischen Bedingungen, wie sie in den letzten 150 Jahren nur sporadisch vorgekommen sind. Während wärmere Winter- und Frühlingstemperaturen einen früheren Wachstumsbeginn ermöglichen, können heiss-trockene Sommer zu verfrühtem Laubfall führen. Der Zeitpunkt und die treibenden Faktoren von Blattaustrieb und Blattfall sind jedoch nicht bei allen Baumarten gleich. Sich ändernde Klimabedingungen werden sich daher unterschiedlich auf die Länge der Wachstumsperiode und somit auf das Wachstum verschiedener Arten auswirken. Um herauszufinden, wie dies das Konkurrenzgefüge der Baumarten beeinflusst und welche Rolle dabei die Standortsbedingungen spielen, werden Sämlinge von sechs Zu­kunftsbaumarten an drei Standorten in Folientunnels gezogen und ihr Wachs­tum sowie die Bodeneigenschaften und die Bodenbiodiversität verfolgt. Im Hinblick auf eine gut abgesicherte Wahl von zukunftsfähigen Baumarten werden wir mit dem Folientunnel-Experiment folgende Fragen beantworten:

  • Wie wirken sich höhere Winter- und Frühlingstemperaturen sowie heiss-trockene Sommer während der Verjüngungsphase auf das Wachstum und die Konkurrenzkraft von zukunftsfähigen Baumarten aus?
  • Welchen Einfluss haben dabei die lokalen Bodeneigenschaften?
  • Wie verändert sich die Gemeinschaft der Bodenlebewesen im Laufe des Experiments?

 

Geplantes Vorgehen

Zur Untersuchung dieser Fragen werden an drei Versuchsstandorten des Pro­jekts «Testpflanzungen» von BAFU und WSL (www.testpflanzungen.ch) ergänzende Pflanzungen mit sechs Zukunftsbaum­arten angelegt: als einheimische Baumarten sind Buche, Traubeneiche und Tanne vorgesehen, als gebietsfremde Arten Douglasie, Atlaszeder und Zerreiche. Mit mobilen Folientunnels wird ein Klima mit wärmeren Wintern und heiss-trockenen Sommermonaten geschaffen, das heute im Schweizer Mittelland noch nicht vorkommt, aber in Zukunft in der untersten Höhenstufe zu erwarten ist.

 

Zu erwartende Resultate

Während das Projekt «Testpflanzungen» untersucht, ob Baumarten bereits heute auf den für sie zukünftig als geeignet betrachteten Standorten wachsen können, wird mit dem Folientunnel-Experiment ergänzend getestet, wie sich das Wachstum und die Konkurrenzkraft von Zukunftsbaumarten unter neuartigen Klimabedingungen mit wär­meren Wintern und heiss-trockenen Sommermonaten verändern werden, welche Rolle dabei Bodeneigenschaften sowie artspezifische Anpassungsmechanismen spielen und wie sich eine zukunftsfähige Baumartenzusammensetzung auf die Böden und die darin lebenden Organismen auswirkt.

 

Projektteam

Yann Vitasse, Beat Frey, Martin Gossner, Frank Hagedorn, Martina Peter, Anita Risch, Thomas Wohlgemuth, Stephan Zimmermann, WSL; Charlotte Grossiord, WSL/ETH Lausanne; Jaboury Ghazoul, ETH Zürich; Günter Hoch, Universität Basel

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