Waldbrände im Tessin ungewöhnlich früh im Jahr

2.2.2022 | Gottardo Pestalozzi | News WSL

Der Waldbrand im Tessin bei Gambarogno wütet seit drei Tagen, hat grosse Schäden angerichtet und Evakuationen nötig gemacht.  An der Eidg. Forschungsanstalt WSL untersuchen wir, ob wir in Zukunft mit mehr solchen Ereignissen rechnen müssen.

Waldbrände ereignen sich südlich der Alpen meist im Frühjahr, nach der Schneeschmelze, wenn die Laubbäume noch kahl sind. Die Brände der letzten Tage im Gambarogno-Gebiet, im Valcolla und in der Valle di Muggio erfolgten unüblich früh.

An der WSL untersuchen wir seit vielen Jahren Ursache und Entwicklung von Waldbränden. Damit erarbeiten wir Grundlagen für die Prävention. Gleichzeitig hilft uns die besondere Lage des Tessins, qualifizierte Annahmen zu treffen über mögliche Entwicklungen nördlich der Alpen im Zuge des Klimawandels.

Unsere Experten werden oft auch bei aktuellen Anlässen befragt, wie einige Medienbeiträge dieser Tage zeigen.

In 20 Minuten online vom 1.2.2022  erläutert Forstingenieur Marco Conedera "Schneemangel und Trockenheit kombiniert mit dem starken Föhn haben die Waldbrandsaison vorgeschoben."

Im Regionalfernsehen Teleticino gibt Marco Conedera ein ausführliches Interview über Hintergründe und mögliche Entwicklungen (Minute 10:30 bis 16:30).

Play RSI bringt einen Videobericht mit dem Titel "Das Leben nach dem Waldbrand" und den Erkenntnissen aus der WSL-Forschung.

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