Ermitteln des Kipppunktes von Kulturlandschaften

Kulturlandschaften verändern sich zunehmend durch Urbanisierung, Nutzungsintensivierung und den Klimawandel. Am Beispiel der Fallstudien Davos und Frauenfeld untersucht das Projekt, wie solche Veränderungen die Bedeutungen beeinflussen, die Menschen Landschaften zuschreiben. Im Zentrum steht die Frage, wann Landschaftsveränderungen als Verlust von Identität, Zugehörigkeit oder Lebensqualität wahrgenommen werden und welche gesellschaftlichen Funktionen von Landschaften dadurch beeinträchtigt werden können. Aufbauend auf Lucius Burckhardts konstruktivistischem Landschaftsansatz entwickelt und testet das Projekt eine neue Methode zur empirischen Erfassung von Landschaftsbewertungen. Dazu wird ein transdisziplinäres Mixed-Methods-Design eingesetzt, das Spaziergang-Interviews, partizipative Workshops und Online-Befragungen kombiniert. Die Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit der Raumplanung Davos sowie der Raumplanung Frauenfeld durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, besser zu verstehen, wann Veränderungen in Kulturlandschaften als kritische Schwellen oder «Kipppunkte» wahrgenommen werden.