Alpine Kryptogamenflora

Gestione del progetto

Andrin Gross

Vice

Markus Schlegel

Personale del progetto

Alexandra Paish; Franziska Richter

 

Durata del progetto

2025 - 2026

Cooperazione Finanziamento

Im Rahmen der Umsetzung der «Strategie Biodiversität Schweiz» sieht der Aktionsplan zu Phase 2 (2025-2030) insgesamt 22 Massnahmen vor, um die Biodiversität zu stärken. Das hier beschriebene Projekt ist ein Pilotprojekt für die Massnahme 8 «Artenförderung» und tangiert ausserdem die Massnahmen 6 «Ökologisch wertvolle Flächen und Vernetzung» und 7 «Biodiversität im Klimawandel». Hauptziel des Projektes ist es, die Kryptogamengesell- schaften (Moose, Flechten, Pilze) von verschiedenen Gebirgsmagerrasen-Habitaten mittels Umwelt-DNA aus Luft- und Bodenproben zu erfassen und festzustellen, welche National Prioritären Flechten, Pilze und Moose in diesen Lebensräumen vorkommen und geschützt werden sollten.

Während die Flora im alpinen Raum verhältnismässig gut bekannt und kartiert ist, bestehen bei den Kryptogamen (Moose, Flechten, Pilze) noch erhebliche Datenlücken bezüglich deren Artvorkommen, Verbreitung und Häufigkeit. Gründe für die mangelhafte Datengrundlage sind unter anderem der grosse Artenreichtum (insbesondere bei Flechten und Pilzen), die schwierig zugängliche Bestimmungsliteratur und die geringe Anzahl an Artenspezialistinnen und Artenspezialisten. Dies macht das Monitoring dieser Artengruppen zu einer grundsätzlichen Herausforderung.

War der menschliche Druck auf alpine Lebensräume in der Vergangenheit eher gering, ist er in den letzten Jahren merklich gestiegen. Hauptgrund dafür ist die Energiekrise, welche zur Planung neuer Wind- und Wasserkraftwerke im alpinen Raum geführt hat. Die Klimaerwär- mung führt zudem nicht nur zu veränderten Umweltbedingungen in höheren Lagen, sondern zwingt auch Skigebiete dazu, zunehmend in höhere Gefilde auszuweichen. Der Druck des Tourismus in diesen Höhenlagen steigt. Dies erfordert bessere Kenntnisse der mit alpinen Lebensräumen assoziierten Arten und deren Priorisierung, um die Naturschutzplanung zu optimieren.

Biodiversitätsmonitoring über Umwelt-DNA (eDNA) aus Luft- und Bodenproben ist eine vielversprechende Methode, um Kryptogamen effektiv zu erfassen. In diesem Pilotprojekt sollen Luft- und Bodenproben aus sechs Regionen der Schweizer Alpen gesammelt werden, um die Artengemeinschaften in den unterschiedlichen Gebirgsmagerrasen- und Probetypen miteinander vergleichen zu können. Für die Validierung der Methode werden gleichzeitig auf einem Teil der Probeflächen alle vorhandenen Arten gesammelt und morphologisch sowie genetisch mittels Barcoding bestimmt.

Die Daten werden uns wichtige Informationen über die Kryptogamenflora in den untersuchten Gebieten liefern. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, könnte es auf weitere alpine Lebensräume ausgeweitet werden und somit eine wichtige ergänzende Entschei-dungsgrundlage für die Standortwahl möglicher künftiger Schutzgebiete oder Bauprojekte im alpinen Raum liefern.