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Gruppenplenterung

 

a. Langfristiges Programm

Im Unterschied zu ökosystemaren Untersuchungen naturnaher, ungestörter Wälder liegt die Ausrichtung des langfristigen Programms Gruppenplenterung ausschliesslich in der forstlichen Behandlung und ihrer Wirkungen.

Die zeitrichtige Ausformung oder Förderung von Kleinkollektiven oder gruppenartigen Strukturen beginnt im Jungwuchs- und Dickungsstadium, falls nicht bereits durch die Naturverjüngung oder Aufforstung entsprechende Strukturen bestehen. Der Normalfall, die Behandlung von Jungwüchsen und Dickungen soll in beispielhaften Fallstudien erfasst und für die Forschung und Praxis dokumentiert werden. Die Ausgangssituation wird festgehalten und die Wachstumsreaktionen nach Eingriffen bis hin zum Altbestand beobachtet. Die Waldzustände und Entwicklungsprozesse werden im Hinblick auf Stabilität, Nachhaltigkeit und weiterer Waldfunktionen untersucht und interpretiert. Im weiteren sind die Flächen und die Daten für andere Forschungsprojekte an der WSL und für Externe nutzbar. Projekte durch andere Forschungsgruppen auf den Weiserflächen sind sehr erwünscht; Synergien sind denkbar mit Fragen zu Wild und Wald, Verjüngung, Schneeverteilung, Waldlawinen, Biodiversität.

 

Die konkreten Ziele sind:

  • Die Auswirkungen von Auslesedurchforstung und Gruppenplenterung auf Baumwachstums und Stabilität untersuchen und mit unbehandelten Teilflächen vergleichen.
  • Die Untersuchungen an unbehandelten und bereits behandelten Beständen sollen Einblick in die Wachstumsreaktionen und Strukturveränderungen durch Eingriffe geben.
  • Die Resultate bilden die Grundlage für Wachstumsprognosen und Risikoabschätzungen und sollen in Praxisempfehlungen umgesetzt werden.
  • Detailfragen zum langfristigen Programm, siehe Forschungsplan 1 (PDF)

b. Erste Projektphase

Mit dem Projekt sollen waldbauliche Empfehlungen zur Risikominderung von Gebirgswäldern erarbeitet werden. Die waldbaulichen Erfahrungen von Gebirgsförstern und der Gebirgswaldpflegegruppe werden einbezogen, retrospektive Daten liegen leider nicht vor.

Als erste Phase im Programm Gruppenplenterung werden Weiserflächen evaluiert und angelegt, Erstbehandlungen durchgeführt und anschliessende Wuchsreaktionen und deren Bezug zur Bestandesstabilität beurteilt. Die veränderten Konkurrenzverhältnisse von Einzelbäumen, die Wachstumsreaktionen und Strukturveränderungen durch Eingriffe im Bestand sollen in bezug zu Stabilitätskriterien quantifiziert werden.

  • Detailfragen zur ersten Projektphase, siehe Forschungsplan 2 (PDF)

Methoden

Als Behandlungsvarianten sind vorgesehen:

  • gruppen-/rottenartige Durchforstung mit Behandlungen innerhalb und zwischen Gruppen
  • unbehandelte Flächen, Kontrolle, Nullfläche
  • in Einzelfällen Hochdurchforstung

Standorte

Als erste Untersuchungsflächen wurden bearbeitet:

  • Waldareal Burst, Elm/GL
  • Waldareal Schmutzes Schwyberg, Plaffeien-Plasselb/FR
  • Waldareal Weissfleckenwald, Steg, Triesenberg/FL
  • Waldareal Uaul Grond, Siat/GR
  • Waldareal Zavragiawald, Obersaxen/GR

 

 

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