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Insekten im Wald. Vielfalt, Funktionen und Bedeutung

Anno di pubblicazione
2017
Volume
367 pagine
Citazione:

Wermelinger, B., 2017: Insekten im Wald. Vielfalt, Funktionen und Bedeutung. Bern; Birmensdorf, Haupt; WSL. 367 p.

 

Hauptkapitel

1. Vielfalt und Funktionen von Insekten
2. Insekten und Pflanzenvermehrung
3. Umsatz grüner Pflanzen­biomasse
4. Abbau von Holz
5. Verwertung tierischer Abfallprodukte
6. Erhalten der Bodenfrucht­barkeit
7. Nahrung für andere Organismen
8. Natürliche Feinde
9. Gegenspieler von Borkenkäfern
10. Ökologische Bedeutung von Waldameisen
11. Transport von Organismen
12. Erhalten der Waldvitalität
13. Gestalten von Ökosystemen
14. Wirtschaftliche Schäden
15. Medizinische Bedeutung
16. Nutzbare Insektenprodukte
17. Eingeschleppte Arten
18. Gefährdete Waldinsekten

 

Impressionen aus dem Buch

Vogelbeer Blattwespe
Die Vogelbeer-Blattwespe (Pristiphora geniculata) gehört zu den Haut­flüglern, einer der arten­reichsten Insekten­ordnungen. Wie bei vielen Blattwespen nehmen die Raupen bei einer Störung eine charakteristische Schreckstellung ein, um mögliche Feinde abzuschrecken.
Behaarte Schwebefliege
Schwebfliegen gehören zu den häufigsten Be­stäubern von Waldpflanzen. Die Behaarte Schwebfliege (Syrphus torvus) lebt bevorzugt in Wäldern. Sie fliegt schon früh im Jahr und ist deshalb eine häufige Besucherin des früh blühenden Spitzahorns.
Afterraupe
Die Afterraupen der Rotgelben Kiefern-Buschhornblattwespe (Neodiprion sertifer) fressen ausschliesslich Kiefernnadeln. Das in den Harz­kanälen enthaltene Harz speichern sie in speziellen Taschen am Vorderdarm. Zur Vertei­digung wird es hervorgewürgt und auf den Angreifer geschmiert. Der auf den Boden gelangende Kot enthält wenig Harz und kann von den Mikroorganismen schnell abgebaut werden.
Zimmermannsbock
Ein Zimmermannsbock (Acanthocinus aedilis) schlüpft aus einem toten Kiefernstamm. Seine Larve frisst und verpuppt sich unter der Rinde. Frassreste und Kot von Destruenten können einfach besiedelt und abgebaut werden. Die Ausbohrlöcher und Frassgänge bieten holz­abbauenden Pilzen Zugang zum Holzinnern.
Fliegenmaden Aaskaefer
Der Kadaver einer Gämse ist ­prall gefüllt mit Fliegenmaden (unten), die sich im verwesenden Gewebe entwickeln. Auch Aaskäfer wie der orange gemusterte Schwarz­fühlerige Totengräber (Nicrophorus vespilloides, oben) sind typische Aasfresser.
Springschwaenze
Die winzigen Springschwänze ernähren sich in ­der Streuschicht und im Boden von verschie­densten organischen Abfallstoffen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Boden-Mesofauna.
Meise mit Futter
Während der Aufzucht verfüttern Meiseneltern grosse Mengen von Nachtfalter­raupen an ihre Nestlinge.
Marienkaefer
Ein Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) beim Fressen einer geflügelten Blattlaus.
Ameisenbuntkaefer
Der Ameisenbuntkäfer (Thanasimus formicarius) ernährt sich sowohl als Larve als auch als erwachsener Käfer von Borkenkäfern. Hier hat er einen Buchdrucker (Ips typographus) erbeutet.
Ameisen und Blattlaeuse
Für Waldameisen sind Blattläuse in zweifacher Hinsicht wichtig: Der Honigtau bestimmter Blattl­ausarten liefert die ausserordentlich wichtige, kohlehydratreiche Betriebsenergie für die Arbeiterinnen. Zudem sind Blattläuse als Beutetiere eine Proteinquelle für die Brut und die Königin.
Borkendaefer mit Milben
Ein mit zahlreichen Milben übersäter Borkenkäfer ­(Ips typographus). Diese wirken nicht als Parasiten, sondern benutzen den Käfer als Vektor, um sich zu neuen Lebensräumen transportieren zu lassen.
Insektenbefall bei Baeume
Insektenbefall kann zum selektiven Absterben von geschwächten Bäumen führen. Dies erhöht die durchschnittliche Vitalität eines Bestandes.
Borkenkaeferbefall
Gewisse Arten von Borkenkäfern befallen selektiv bestimmte Baumarten und Altersstufen und können damit die Zusammensetzung und Entwicklung eines Waldes massgeblich steuern. Der «Mountain Pine Beetle» (Dendroctonus ponderosae) in Nordamerika befällt ausschliesslich Kiefern und begünstigt damit andere Baumarten wie Tannen und Fichten.
Buchdruckerbefall
Der Buchdrucker (Ips typographus) ist dasjenige ­Waldinsekt, das in Europa die grössten wirtschaftlichen Schäden verursacht. Der Befall von Fichten durch diesen Borkenkäfer führt meistens zum Absterben der Bäume.
Ein in der Haut steckender Holzbock (Ixodes­ ricinus) bei seiner Blutmahlzeit. Diese Zecken können dabei verschiedene Krankheiten über­tragen.
Wenn sich die Raupen des Maulbeer-Seiden­spinners (Bombyx mori) zur Verpuppung einspinnen, produzieren sie einen wertvollen Seidenfaden, der nach dem Abtöten der Puppe vom Kokon abgewickelt und kommerziell verwendet werden kann. In Asien dienen die Puppen auch als Nahrungsmittel.
Asiatische Laubholzbockkaefer
Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora ­glabripennis) wurde schon in verschiedene Kontinente verschleppt. Der Käfer befällt fast alle Laubbaumarten und hinterlässt beim Ausschlüpfen ein grosses, rundes Loch.
Kirschbaum Prachtkaefer
Viele gefährdete Insektenarten leben in totem Holz. Der Bunte Kirschbaum-Prachtkäfer (Anthaxia candens) entwickelt sich unter der Rinde absterbender Äste und Stämme verschiedener Kirschen und zählt in den meisten Ländern Mitteleuropas zu den bedrohten Arten.
 

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