Neuartige Screening-Tools für den Eschenprachtkäfer im Rahmen des FORSAID-Projekts

Projektleitung

Michael Eisenring

Stellvertretung

Petra D’Odorico

Projektmitarbeitende

Priscila Mezzomo

Die europaweite Initiative FORSAID zielt darauf ab, ein neuartiges und umfassendes Paradigma zur Identifizierung, Beobachtung und Eindämmung von Schädlingsvermehrungen in ganz Europa aufzubauen und zu etablieren. In diesem Rahmen konzentriert sich unser Projekt auf eine besonders dringende und neu auftretende Bedrohung: den invasiven asiatischen Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis, EAB).

EAB hat in den letzten 20 Jahren Millionen von Eschen in Nordamerika getötet. Seit seiner Einschleppung nach Russland im Jahr 2003 hat sich der Käfer stetig nach Westen in Richtung Mitteleuropa ausgebreitet. Obwohl der EAB noch nicht in der Schweiz angekommen ist, stellt sein weiteres Vordringen eine ernsthafte Bedrohung dar - insbesondere für die einheimische Europäische Esche (Fraxinus excelsior), eine der häufigsten Laubbaumarten in der Schweiz. Diese Baumart ist von großer ökologischer und wirtschaftlicher Bedeutung und bereits stark von der Eschensterben-Krankheit (ADB) betroffen.

Angesichts der Bedrohung durch EAB ist es von entscheidender Bedeutung, wirksame Screening- und Diagnosemethoden zur Früherkennung in europäischen Eschenbeständen einzuführen. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für die Eindämmung von Ausbrüchen und den Schutz von Waldökosystemen. Darüber hinaus ist die Entwicklung effizienter Screening-Verfahren zur Identifizierung von Eschen-Genotypen mit erhöhter Resistenz gegen EAB und ADB von entscheidender Bedeutung, da die Züchtung und Anpflanzung resistenter Eschen-Genotypen dazu beitragen könnte, die Ausbreitung des Käfers einzudämmen.

Dieses Projekt zielt darauf ab, das Potenzial der Reflexionsspektroskopie und der Blattmetabolismusmarker zu erforschen, um:

  1. die physiologische Reaktion der Blätter von Eschen auf den EAB-Befall zu überwachen,
  2. EAB-induzierten Stress von trockenheitsbedingten Symptomen zu unterscheiden und
  3. Identifizierung von Genotypen mit erhöhter Resistenz gegen EAB und ADB