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Welche Informationsquellen nutzt die Schweizer Naturschutzpraxis?

Erscheinungsjahr
2018
Reihe
WSL Berichte 62
Umfang
64 Seiten
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Zitat:

Fabian, Y.; Bollmann, K.; Brang, P.; Heiri, C.; Olschewski, R.; Rigling, A.; Stofer, S.; Holderegger, R., 2018: Welche Informationsquellen nutzt die Schweizer Naturschutzpraxis?. WSL Berichte, 62. 64 p.

 

Zusammenfassung

Praktisch-arbeitende Fachleute im Naturschutz (z.B. ÖkologInnen, BiologInnen, WaldwissenschaftlerInnen, FörsterInnen) sind darauf angewiesen, sich aktuelles Wissen über den Schutz der Biodiversität und die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen anzueignen. Welche Informationsquellen für ihre Arbeit im Naturschutz wichtig sind und welche sie wirklich nutzen, ist jedoch weitgehend unbekannt. Sind die Informationsquellen, die von der Praxis im Naturschutz genutzt werden bekannt, kann der Informationsaustausch zwischen Forschung und Praxis verbessert werden. Wir führten deshalb eine Umfrage mit dem Ziel durch, mehr über die Informationsquellen der Fachleute im Naturschutz allgemein sowie speziell im Waldbereich zu erfahren.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine grosse Vielfalt an Informationsquellen genutzt wird. Erfahrungsbasierte Informationsquellen (z.B. eigene Erfahrung, Gespräche mit KollegInnen, Fachexkursionen) haben dabei einen grösseren Stellenwert als evidenzbasierte Informationsquellen (z.B. Merkblätter, Fachzeitschriften in nationalen Sprachen oder internationale wissenschaftliche Zeitschriften). Inwiefern unterschiedliche Informationsquellen tatsächlich genutzt werden hängt von verschiedenen Faktoren ab, so etwa vom Arbeitsbereich (z.B. Behörde, Planung oder Ausführung), dem Ausbildungsabschluss, der Sprachherkunft und vor allem von der Branche der Fachleute im Naturschutz: Fachleute im Waldnaturschutz nutzen deutlich andere Informationsquellen als etwa Fachleute für den Schutz von Offenland oder von Gewässern. Wir zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Naturschutz effektiver zu gestalten.

 

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