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Das Ding

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In jeder Ausgabe des WSL-Magazins "DIAGONAL" stellen wir ein Instrument, ein Gerät, eine Anlage - kurzum ein Ding vor. Neben der Zeichnung im Magazin gibt es jeweils einen Videoclip dazu.

 

Automatische Insektenfalle

Mitarbeitende der WSL haben eine automatische Insektenfalle entwickelt, die nur in bestimmten Zeitspannen Insekten fängt, zum Beispiel nachts zwischen 21 und 5 Uhr. Dann fallen die Insekten in einen mit Flüssigkeit gefüllten Fangbecher. Zwischen Sonnenauf- und -untergang stellt sich die Falle hingegen so ein, dass tagaktive Insekten wie Bienen durch eine Öffnung sofort wieder ins Freie gelangen. Die Drehscheibe mit den Fangbechern rotiert jede Nacht um eine Position weiter. So können sieben Nächte hintereinander beprobt werden, und die Falle muss nur einmal wöchentlich geleert werden. Die automatischen Insektenfallen wurden entwickelt, um den Einfluss von Lichtfarbe und Lichtintensität von LED-Strassenleuchten auf nachtaktive Insekten zu untersuchen.

  

Der LFI-Rucksack

Mitarbeitende der WSL nehmen derzeit im Schweizer Wald die Daten für das fünfte Landesforst­inventar (LFI) auf. Auf den LFI-Stichprobeflächen vermessen sie Bäume, beschreiben den Baumbestand und beurteilen die Standortverhältnisse. In einem Rucksack transportieren sie alle Geräte und Hilfsmittel, die sie dazu brauchen, zu den teilweise schlecht zugänglichen Probe­flächen. Zum Material gehören unter anderem mehrere GPS-Geräte, ein Baumhöhenmesser und die sogenannte Finnenkluppe. Mit dieser wird der Baumdurchmesser in sieben Meter Höhe gemessen. Zusammen mit dem Durchmesser auf 1,3 m Höhe und der Baumhöhe lässt sich das Baumvolumen berechnen.

  

Geschiebefangkorb

Hochwasser in Wildbächen reissen häufig grosse Mengen Steine und Sand mit. Im Alptal (SZ) misst die WSL, wie viel Material der Erlenbach mitführt. Bei Hochwasser fahren Metallkörbe automatisch in den Bach und fangen die Feststoffe auf. Zusammen mit den Daten der akustischen Sensoren können die Forschenden so den Geschiebetransport für verschiedene Korngrössen ermitteln.

  

Murgangrutsche

Ein Murgang ist ein schnell fliessendes, zerstörerisches Gemisch aus Wasser, Feinsedimenten und Gesteinsbrocken. Auf einer acht Meter langen Rutsche lösen die Forschenden im Grossraumlabor der WSL Modell-Murgänge aus. So testen sie das Fliess-, Aufprall- und Ablagerungsverhalten verschiedener Murgangmischungen.

  

SnowMicroPen

Der vom SLF entwickelte SnowMicroPen (Schnee-Mikropenetrometer) misst die Härte der Schneedecke. Ohne Schnee schaufeln zu müssen, erlaubt diese Messung Rückschlüsse auf die Schneedichte und Schneestruktur und damit auf die Schneeschichtung – ein wichtiger Faktor für die Lawinenbildung.

  

Samenklengtrommel

Die WSL erntet und klengt Forstsaatgut und betreibt die nationale Saatgutvermittlungsstelle, die Forstbetrieben und Baumschulen Saatgut anbietet. In einem Kühlraum lagert die WSL bis zu 60-jährige Fichtensamen unterschiedlicher Herkunft sowie Saatgut von rund 50 weiteren Gehölzarten.