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Wie eine einfache Zahl hilft, die Wald-Wild-Diskussion zu versachlichen

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Wildlebende Huftiere wie Hirsche, Rehe und Gämsen ernähren sich im Winter von Knospen, Nadeln und Trieben junger Bäume. Durch diesen Verbiss erneuert sich der Wald unter Umständen nur schlecht. Mit dem sogenannten «Verbissprozent» misst man, in welchem Verhältnis verbissene und unbeschadete Bäume in einem Gebiet zueinander stehen. Wird die Pflanzenzahl erhöht oder die Anzahl der Wildhuftiere reduziert, werden proportional weniger Pflanzen verbissen. Das neue WSL-Merkblatt für die Praxis «Das Verbissprozent – eine Kontrollgrösse im Wildmanagement» zeigt, wie diese einfach messbare Grösse eingesetzt wird. Mit ihr lässt sich die Verbissbelastung in einem Gebiet feststellen und überprüfen, ob getroffene Massnahmen über die Jahre wirken. Da sowohl Förster als auch Jäger und andere Waldnutzer das Verbissprozent beeinflussen können, trägt dies dazu bei, die Diskussionen rund um «Wald und Wild» zu versachlichen. Das Merkblatt ist in Deutsch und Französisch und als PDF auf der Website der WSL erhältlich. (Martin Moritzi, Diagonal 2/18)