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Forschen im ewigen Eis: Gletscher und polare Eisschilde

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Alpengletscher prägen unsere Landschaft und spielen eine wichtige Rolle für die Wasserkraft und die lokale Trinkwasserversorgung. Sie sind, wie die Polarregionen, besonders stark von der Erderwärmung betroffen. Wir erforschen diese Regionen, um zukünftige Entwicklungen vorauszusehen.

 

Ändern sich die klimatischen Bedingungen in den Polarregionen, beeinflusst dies das weltweite Klima. Denn ozeanische Strömungen, welche das Klima regulieren, hängen vom Wärmeaustausch zwischen den Polar- und Tropenregionen ab. Auch die polaren Schneedecken spielen eine wichtige Rolle im globalen Klima, da sie rund neunzig Prozent des Sonnenlichts reflektieren. Zum Vergleich: Meerwasser strahlt nur etwa dreissig Prozent zurück ins Weltall.

Um die klimatische Änderungen in Grönland zu erfassen, hat der heutige WSL-Direktor Konrad Steffen, unterstützt von der NASA und der amerikanischen National Science Foundation, dort seit 1990 ein Netz von 20 automatischen Wetterstationen aufgebaut. Die Messungen zeigen: In den letzten 25 Jahren stiegen die Temperaturen in Grönland etwa um vier Grad – mehr als doppelt so viel wie in der Schweiz.

Während mehreren Expeditionen zum südlichsten Kontinent und nach Grönland nahmen wir die antarktische und arktische Schneedecke unter die Lupe. Denn wenn wir verstehen, wie sich Schnee in Eis umwandelt, können wir die vergangene Klimageschichte verlässlicher als bisher rekonstruieren.

Mithilfe von automatischen Messstationen erfassen wir in der Ostantarktis Wetter- und Winddaten. So können wir bestimmen, wo wieviel Schnee abgelagert wurde.  Alle diese Daten speisen unser Schneedecken- und Strahlungsbilanzmodell „Snowpack“ und verbessern bestehende Klimamodelle.

Swiss Polar Institute gegründet

Um die Kräfte in der Polarforschung zu bündeln, gründeten wir im Jahr 2016 gemeinsam mit vier weiteren Institutionen das Swiss Polar Institute. Ziel dieses Konsortiums ist es, die Erforschung der Pole und extremer Regionen zu fördern. Das erste wissenschaftliche Projekt führte ein internationales Forscherteam auf dem Forschungsschiff Akademik Treshnikov um die Antarktis, um die Auswirkungen des Klimawandels im Südpolarmeer und für den gesamten Planeten besser zu verstehen.

Alpen bald eisfrei

Wie die Eismassen an den Polen sind auch die Alpengletscher stark vom Klimawandel betroffen: Forschende sagen vorher, dass sie bis Ende dieses Jahrhunderts weitgehend abschmelzen werden. Wir erforschen, welche Auswirkungen dies auf die lokale Trinkwasserversorgung sowie die Wasserkraftnutzung haben wird. Auch simulieren wir mithilfe von Computermodellen die Gefahr von Gletscherausbrüchen und Eislawinen.

 

Themen

Alpine Gletscher

Die Kenntnis der Gletscherentwicklung ist entscheidend für hydroelektrische Infrastruktur, Wasserverfügbarkeit und Vorbeugung von Naturkatastrophen.

Polare Schneedecken

Wir erforschen polaren Schnee und wie dieser „altert“. Diese Erkenntnisse helfen, vergangenes Klima zu rekonstruieren und Prognosen zu verbessern.

 

Weiterführende Informationen