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Monitoring Naturwaldreservate Schweiz

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Seit der Revision des Waldgesetzes 1991 besteht die Strategie "Waldbiodiversität" des Bundes, in deren Rahmen Naturwaldreservate gefördert werden. Wir begleiten diese Entwicklung wissenschaftlich im Kooperationsprojekt von WSL, ETH Zürich und BAFU "Forschung und Wirkungskontrolle in Schweizer Naturwaldreservaten". Es ist seit 2017 Teil der Umweltbeobachtung des Bundes.  

 

Der Schweizer Wald wird seit Jahrhunderten intensiv genutzt. Die verbleibenden Urwaldreste sind verschwindend klein. Im Rahmen seiner Strategie "Waldbiodiversität" unterstützt der Bund seit 1991 (Revision Waldgesetz) die Schaffung von Naturwaldreservaten. Diese Flächen sollen über Jahrzehnte wieder Urwäldern ähnlich werden.

Ende 2012 umfassten die Naturwaldreservate rund 32‘565 ha, was 2,8% der Waldfläche der Schweiz entspricht. Dazu kommen noch Waldreservate, in denen auf Teilflächen weitere Naturschutzziele wie die Förderung bestimmter Arten verfolgt werden, sogenannte Komplexwaldreservate.

Der Bund möchte wissen, wie seine Reservatspolitik wirkt. Wie entwickelt sich der Wald in Naturwaldreservaten? Gibt es tatsächlich Unterschiede zu bewirtschafteten Wäldern, und wenn ja, welche? Für Wissenschaftler wiederum sind Naturwaldreservate einzigartige Freilandlaboratorien, in denen sie die Waldentwicklung und die Biodiversität untersuchen können.

 

80 Jahre Naturwald-Forschung

Wir erforschen seit rund 80 Jahren die Walddynamik in Reservaten, zunächst im Schweizer  Nationalpark, seit 2000 auch im Sihlwald und in den ukrainischen Karpaten. Die ETH Zürich untersucht ihrerseits seit 1948 die Waldentwicklung in 39 Schweizer Naturwaldreservaten.

Seit 2006 haben wir mit der ETH und dem BAFU unsere Kräfte im langfristig ausgerichteten Forschungsprojekt „Monitoring Naturwaldreservate Schweiz“ gebündelt. Dabei wurde einerseits eine standardisierte, praktikable Methode für ein Schweizer Naturwaldmonitoring entwickelt. Ein grosser Teil der ETH-Reservate wird dabei weiter beobachtet, ein Teil wurde aufgegeben, um weitere Reservate  ins Beobachtungsprogramm aufnehmen zu können, die es zweckmässig ergänzen. Unter Beobachtung stehen heute  49 Reservate, die in der Schweiz verbreitete Vegetationstypen abdecken.

Die Ziele des Forschungsprojekts sind:

1.      Wissenschaftliches Monitoring der Waldentwicklung in einem Netz von Naturwaldreservaten

2.      Auswertung der erhobenen Daten und Veröffentlichung der Resultate

3.      Bereitstellung von Indikatoren zu Naturwäldern für die Umweltbeobachtung des Bundes

 
 

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