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Wetter- und Klimaextreme und Trockenheit

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Wetterextreme wie Trockenperioden, Hitzewellen oder Stürme werden in der Schweiz mit dem Klimawandel häufiger. Unsere Forschung schafft die Wissensgrundlagen für bessere Prognosen und Anpassungsstrategien.

 

Als extrem werden Ereignisse bezeichnet, die markant von einem Durchschnittswert abweichen – Beispiele sind die Trockenphase im Sommer 2015 oder die August-Hochwasser 2005. Es ist erwiesen, dass schon jetzt in der Schweiz mehr sehr warme Tage und weniger sehr kalte Nächte registriert werden. Weltweit erwartet man mehr und intensivere Hitzeextreme und Starkniederschläge, aber weniger ausgeprägte Kälteextreme. Das hat Folgen: Über 70 Klimaforschende kamen 2016 im Bericht „Brennpunkt Klima Schweiz“ zum Schluss, dass „Wetter- und Klimaextreme wie Hitzewellen, Trockenperioden oder Starkniederschläge sowie weitere damit in Zusammenhang stehende Naturgefahren zu den grössten direkten Herausforderungen des Klimawandels für die Schweiz gehören“.

Trockenheit und Waldbrand

An der WSL widmen wir uns der Früherkennung und den Auswirkungen solcher Extremsituationen auf Ökosysteme und Bevölkerung. Zum Beispiel betreiben wir zusammen mit den Bundesämtern BAFU und MeteoSchweiz das Projekt Drought-CH. Das ist eine Informationsplattform zur Früherkennung von Trockenheit, die sich an Gemeinden, Wasserkraftwerke und Landwirte richtet.

Mit zunehmender Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr. Die WSL sammelt auch zu diesen Ereignissen Daten und entwickelt Methoden zur Waldbrandvorbeugung.

Bäume, die heute keimen, werden aufgrund des Klimawandels bereits im mittleren Alter in einem veränderten Klima leben. Wälder werden wichtige Funktionen wie Wasseraufbereitung oder Schutz vor Lawinen nicht mehr im gleichen Rahmen wahrnehmen können – teure Schutzverbauungen oder Aufforstungen werden nötig. Wir liefern Grundlagenwissen, damit Forstdienste, Betriebsleiter und politische Entscheidungsträger die Klimarisiken und die Anpassungsfähigkeit der Wälder richtig einschätzen und wirksame Anpassungsmassnahmen treffen können.

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Besonders riskant sind Überschwemmungen, wenn sie heikle Infrastrukturen wie Atomkraftwerke betreffen. Diese müssen auch bei extrem seltenen Ereignissen sicher sein, wie sie zum Beispiel alle 100'000 Jahre auftreten. Im Projekt EXAR schätzen wir die Gefahr von solchen extremen Hochwassern in Aare und Rhein ab.

Die Auswirkungen von Extremsituationen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft können gravierend sein. Wir suchen daher auch nach politischen und ökonomischen Anpassungsstrategien. Daraus entwickeln wir Empfehlungen, zum Beispiel für Berggebiete, denen bei Schneemangel mit dem Wintertourismus eine wichtige Einnahmequelle wegbricht.

 

Themen

Dossier Trockenheit

Trockenperioden beeinträchtigen Mensch und Natur erheblich. Wir forschen in verschiedensten Richtungen an ihrer Vorhersage und Bewältigung.

Dossier Klimawandel

Wir erforschen den Einfluss des Klimawandels auf Wälder und Wasserressourcen, die Potenziale erneuerbarer Energien und Anpassungsstrategien für die...

Trockenheit in Bildern

Ein Blick auf die Auswirkungen, die Trockenheit anrichtet, aber auch auf die Forschung darüber. Hier geht es zur Bildergalerie.

 

Weiterführende Informationen