FRIEND (Framework for Resilient Infrastructures Enabling Networked Defence): Koordinierte Schutzmassnahmen für Areale und Quartiere

Projektleitung

Michael Lukas Kyburz

Stellvertretung

Johan Gaume

Projektmitarbeitende

Michael Lukas Kyburz

Fabienne Simone Sommer

Christoph Brun

Projektdauer

2026 - 2027

Finanzierung

Das Forschungsprojekt FRIEND untersucht, wie die Exposition und Verwundbarkeit von Siedlungsstrukturen gegenüber Naturgefahren durch die räumliche Anordnung und koordinierte Bauweise von Gebäuden verringert werden kann. Ein Gebäudecluster, Quartier oder Areal wird als eine funktionale Einheit betrachtet, in der Nachbarschaften, Parzellen und Freiräume gemeinsam zur Risikominderung beitragen können. FRIEND positioniert sich zwischen dem von der öffentlichen Hand organisierten Flächenschutz und dem Einzelobjektschutz der Gebäudeversicherung. Ziel des Projekts ist die Entwicklung möglicher Strategien, welche die bestehenden Mechanismen der Elementarschadenprävention durch eine koordiniert wirkende Schutzstrategie auf Arealebene ergänzt. Hierzu werden die kantonsspezifischen Naturgefahrensituationen sowie technische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen analysiert. Durch diesen vergleichenden Ansatz werden übertragbare Lösungsprinzipien identifiziert und gleichzeitig Handlungsspielräume aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Post-Event-Szenarien denen nach Schadenereignissen, welche in Clustern auftreten, koordinierte Planungs-, Wiederaufbau- oder Instandsetzungsmassnahmen zwischen Eigentümerschaft, öffentlicher Hand und Versicherung initiiert werden können. Diese Lösungsansätze werden in zwei Fallstudien zu den Gefahrenprozessen Oberflächenabfluss am Standort Klosterhöfli, Neuenkirch LU und Schneelawine am Standort Curtin San Gian, Bever GR exemplarisch angewendet.