Erfolgskontrolle und Prozessanalyse in grossen Verjüngungsöffnungen im Gebirgsnadelwald

Gebirgsnadelwälder erfüllen im Schweizer Alpenraum zentrale Schutz- und Ökosystemfunktionen. Viele dieser Wälder sind fichtendominiert und werden durch grosse Öffnungen verjüngt, um Strukturvielfalt und langfristige Funktionsfähigkeit zu sichern. Klimawandel und zunehmende Störungen stellen diese Bewirtschaftungsstrategie zunehmend infrage und erfordern ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse. Klassische Erfolgskontrollen erfassen den Zustand und die Zielerreichung, liefern jedoch nur begrenzt Informationen zu den ökologischen Mechanismen.

Das Projekt kombiniert daher Erfolgskontrollen mit prozessbasierten Analysen, um kausale Zusammenhänge zwischen Eingriffen und Reaktionen von Bestand und Verjüngung zu identifizieren. Durch die Analyse von Wachstums-, holzanatomischen und physiologischen Merkmalen sollen belastbare Grundlagen für eine adaptive Bewirtschaftung gewonnen werden, insbesondere im Hinblick auf die Förderung klimafitter Baumarten und die Schutzwaldpflege.