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Wildnis und Verwilderung

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Wildnis und Verwilderung sind Themen, die immer wieder in den Fokus der gesellschaftlichen Debatte rücken, wenn es um die Zukunft der Landschaftsentwicklung geht, in der Schweiz und in anderen Ländern. Wir sind in den vergangenen Jahren an mehreren Projekten beteiligt gewesen, bei denen die Einstellungen der Bevölkerung zu Wildnis und/oder Verwilderung erfasst wurden.

 

Projekte

 

Potential von Zielwildnis in der Schweiz

Wildnis ist in der Schweiz nach wie vor ein umstrittener Begriff. mountain wilderness ist eine NGO, die das Thema Wildnis in der Schweiz neu aufgreift und die Grundlage für einen breiten öffentlichen Diskurs liefern möchte. Die WSL übernimmt einen Teil der wissenschaftlichen Grundlagenarbeiten dieses Projektes: Anhand einer projektspezifischen Arbeitsdefinition von Wildnis und mithilfe verschiedener Indikatoren identifiziert die WSL vorhandene Wildnisflächen in der Schweiz und analysiert das Potenzial von Zielwildnis in der Schweiz mithilfe von GIS. Zudem geht das Projekt der Frage nach, wie es um die Wildnisdebatte in der Schweiz und Europa steht und welches wichtige Akteure in dieser Debatte sind. Aufgrund der Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie wird mountain wilderness einen Studienbericht mit Empfehlungen verfassen können.

  

Assessment of level of popular awareness and attitudes towards wilderness. Link Swiss and Romanian expertise

Im Rahmen des Kohäsionsprojektes „Southwestern Carpathian Wilderness and Sustainable Development Initiatives“ des WWF hat die WSL die Studie mit dem Titel „Assessment of level of popular awareness and attitudes towards wilderness. Link Swiss and Romanian expertise“ durchgeführt. Dieses Teilprojekt bestand aus zwei Studien zur Akzeptanz des Wildnis-Konzepts in einem Projektgebiet des WWF in den Südwestlichen Karpaten in Rumänien. Eine erste Studie stellte die Ausgangssituation dar, d.h. ein in der Schweiz entwickelter und angewendeter Fragebogen wurde an die Situation in Rumänien angepasst. Mittels einer Clusteranalyse wurden mögliche Anspruchsgruppen für die zielgruppengerechte Intervention durch eine vom WWF Rumänien zu entwickelnde Kommunikationskampagne definiert. Das Ziel dieser Kommunikationskampagne war die Erhöhung der Akzeptanz von Wildnis(gebieten) durch die lokale Bevölkerung im Projektgebiet des WWF Rumänien. Die zweite von der WSL geleitete Studie sollte feststellen, ob es Verschiebungen in den Einstellungen zu Wildnis und Wildnisgebieten gab.

 

Finanzierung: DEZA (Kohäsionsmilliarde), WWF Schweiz (Matthias Diemer, Valerie Passardi)

Laufzeit: 2014-2016

Kontakt WSL: Nicole Bauer

 

Einstellungen der Bevölkerung zu Wildnis und Verwilderung

Durch diese Studie wurde die in der schweizerischen Wohnbevölkerung vorherrschende Einstellung zu Wildnis/ Verwilderung ermittelt und die Hintergründe für die Befürwortung und die Ablehnung von Verwilderung erarbeitet.

In diesem Projekt wurde ein zweistufiges Vorgehen gewählt:

 

  • In der induktiven Phase erfolgte die Exploration des Forschungsgegenstandes. Die Instrumente der induktiven Phase bestanden dabei aus sprachwissenschaftlichen Literaturanalysen, Printmedienanalysen, qualitativen Interviews, der Bewertung von Bildmaterial und einer Internetbefragung.
  • Die aus der induktiven Phase entwickelten Hypothesen wurden in der deduktiven Phase überprüft. Diese Überprüfung erfolgte in Form einer für die Schweiz repräsentativen Befragung.
 

Finanzierung: Bristol Stiftung

Laufzeit: 2000-2005

Kontakt WSL: Nicole Bauer

 

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