Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosystemleistungen in der Schweiz

Die Ökosystemleistungen in der Schweiz sind vielfältig: Wälder schützen vor Naturgefahren, Landwirtschaftsflächen produzieren Nahrung und für die Trinkwasserversorgung sind Gewässerräume von zentraler Bedeutung. Der Klimawandel verändert diese Leistungen – je nach Region und Dauer unterschiedlich stark. Die in diesem Projekt entwickelten interaktiven Apps, aufgeschlüsselt nach den Sektoren Wald, Landwirtschaft und Wasser, stellen diese Veränderungen räumlich und zeitlich unter verschiedenen Klimaszenarien dar. Ein sektorübergreifendes Dashboard verdeutlicht, welche Regionen der Schweiz vom Klimawandel besonders betroffen sind.

Wie wirkt sich der Klimawandel zukünftig auf die Ökosystemleistungen der Schweiz aus?

  • Der Klimawandel beeinflusst Ökosystemleistungen sowohl direkt (z. B. durch Temperaturanstieg oder veränderte Niederschläge) als auch indirekt (z. B. durch Veränderungen in der Landnutzung).
  • Die direkten Folgen des Klimawandels auf die verschiedenen Ökosystemleistungen sind sehr unterschiedlich und auch unterschiedlich stark. 
  • Die sich rasant ändernden Klimabedingungen können die Kapazität vieler Ökosysteme übersteigen, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.
  • Generell überwiegen die negativen Auswirkungen auf Ökosystemleistungen, obwohl es auch Gewinner gibt (z.B. Steigerung landwirtschaftlicher Erträge gewisser Kulturen).
  • Anpassungsmassnahmen müssen für jeden Einzelfall separat bewertet werden.

Apps

Interaktive Apps visualisieren pro Sektor die klimabedingten Veränderungen unter den Klimaszenarien mit und ohne globalen Klimaschutz für den Zeitraum 2045 bis 2074. Das Dashboard ermöglicht eine schweizweite Gesamtübersicht.

Publikationen

Projektpartner

  • Agroscope (Pierluigi Calanca, Marcio Dos Reis Martins, Kevin Kramer, Chloé Wüst)
  • EBP Schweiz AG (Remo Röthlin, Nina Kaczmarek, Andreas Zysset)
  • ETHZ, Dept. Umweltnaturwissenschaften, Professur für Waldökologie, ETHZ (Harald Bugmann, Ulrike Hiltner)
  • Universität Genf, Institut für Umweltwissenschaften (Anthony Lehmann, Cécilia Barouillet, Sibylle Stöckli)
  • WSL, Forschungseinheit Wald- und Bodenökologie, Gruppe Ökosystem-Ökologie (Arthur Gessler, Micah Wilhelm)

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