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DNA aus 13‘000 Jahre alten Föhren aus der Zürcher Binz isoliert

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Ein Fund von Föhren aus der Steinzeit am Fuss des Üetlibergs in Zürich birgt spannende Informationen über die Wiederbewaldung nach der letzten Eiszeit. Es ist allerdings eine knifflige Sache, das Erbgut von so altem Holz zu isolieren. Dies ist Forschenden der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nun gelungen.

 

Es war wie ein Sechser im Lotto, als Daniel Nievergelt vom Jahrringlabor der WSL 2013 in einer Baustelle im Zürcher Binz-Quartier über 250 alte Baumstrünke entdeckte. Die Datierung ergab ein Alter von bis zu 14‘000 Jahren. Anhand der Jahrringe lässt sich das Klima nach der letzten Eiszeit rekonstruieren, als die ersten Waldbäume wieder den Alpenraum besiedelten, und so eine Lücke in der Klimazeitreihe schliessen. Die Wissenschaftler hoffen auch, dass die DNA der Bäume ihnen verrät, wie die Wiederbewaldung des heutigen Schweizer Mittellandes nach dem Rückzug des Eises vor sich ging.

Die in den Binz-Hölzern noch vorhandene DNA ist zwar stark beschädigt, ein typisches Merkmal alter DNA. Sie kann aber mit modernen Labormethoden entschlüsselt werden. Allerdings ist es äusserst schwierig sicherzustellen, dass die analysierte DNA nicht von Pflanzenresten aus der heutigen Zeit stammt. Mit einer gründlichen Reinigung des Holzes mit Laserlicht und mehreren Reinigungsdurchgängen mit Javel-Wasser hat das Team um den WSL-Genetiker Christoph Sperisen nun Erfolg gehabt, wie es im Fachjournal «New Phytologist» berichtet. Die Forschenden führten ihre Arbeiten in einem speziell für solche Untersuchungen eingerichteten Reinluftlabor an der WSL durch.

Die Analysen der alten DNA bestätigten, dass es sich bei den Binz-Hölzern um Waldföhren handelte. «Das nächste Ziel sind nun weitere genetische Untersuchungen, um herauszufinden, wie die Binz-Föhren auf vergangene Klimaveränderungen reagierten», sagt Sperisen. Denn der subfossile Föhrenwald wuchs in einer Periode, welche von starken klimatischen Umbrüchen gekennzeichnet ist. Diese Forschung trägt dazu bei, die Auswirkungen des aktuellen Klimawandels auf unsere Wälder besser zu verstehen.

 

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