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Waldschutz Aktuell: Ist die Esche noch zu retten?

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Ein Pilz und ein Käfer gefährden die Zukunft der Esche in Europa. Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL untersucht nun das Zusammenwirken zwischen diesen Organismen, verschiedenen Genotypen der Esche und dem Klima. Damit hofft man, Eschen zu finden und zu fördern, die gegenüber diesen Schadorganismen tolerant sind.

 

Die Esche leidet in Europa momentan durch den asiatischen Pilz Hymenoscyphus fraxineus. Die Bäume können sich gegen diesen Pilz nicht ausreichend zur Wehr setzen, viele sterben daran. Bis jetzt gibt es keinen wirksamen Schutz dagegen. Forschende haben jedoch beobachtet, dass manche Eschen nur sehr wenige bis gar keine Krankheitssymptome aufweisen, obwohl sie nahe an stark befallenen Eschen stehen.

Der Pilz ist jedoch nicht die einzige Gefahr für die Esche. Eine weitere Bedrohung ist der Eschenprachtkäfer Agrilus planipennis. Seine Schäden werden seit Beginn der 2000er Jahre in Russland beobachtet. Seine Ankunft in Zentraleuropa wird in 10 bis 20 Jahren erwartet.

 

Sind nun die in der Schweiz entdeckten, gegenüber dem Eschentriebsterben anscheinend toleranten Eschen auch tolerant gegenüber dem Käfer? Um diese Frage zu beantworten, haben die Gruppen Waldschutz Schweiz und Waldentomologie an der WSL mit der finanziellen Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und des Schweizer Nationalfonds zwei neue Projekte gestartet.

Die Forschenden werden Labor- und Gewächshausexperimente mit verschiedenen gepfropften Eschengenotypen aus der Schweiz und Dänemark durchführen. Alle Experimente, die mit dem Eschenprachtkäfer in Zusammenhang stehen, werden im Hochsicherheitsgewächshaus des Nationalen Pflanzenschutzlabors an der WSL stattfinden.

Eine genauere Beschreibung der Projekte findet sich in der eben erschienene Ausgabe 3 / 2019 von «Waldschutz aktuell», dem Informationsblatt von Waldschutz Schweiz.

Weitere Artikel dazu:

WSL-Magazin DIAGONAL 1/19: Nicht alle Bäume werden krank

WSL-Junior, die WSL-Website für Kinder und Jugendliche: Sind die Eschen noch zu retten?

 

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