Navigation mit Access Keys

WSL StartseiteBiodiversitätÖkologische Wechselwirkungen

Ökologische Wechselwirkungen

Hauptinhalt

 

Alle Lebewesen stehen in Beziehung zueinander und mit ihrer Umwelt. Wir untersuchen die ökologischen Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichsten Lebensformen, von Mikroorganismen im Boden bis hin zu grossen Säugetieren, und setzen diese in Bezug zu Ökosystemprozesse und -dienstleistungen.

 

Alle Lebewesen stehen durch einer Vielzahl von unterschiedlichen Wechselwirkungen untereinander und mit ihrer Umwelt in Beziehung. Sie können Symbiosen mit anderen Lebewesen eingehen und so beidseitig von dieser Beziehung profitieren (z.B. Mykorrhizapilze und Pflanzen), miteinander um Nahrung oder Lebensraum konkurrieren oder in einer Räuber-Beute-Beziehung stehen. So wirkt sich beispielsweise die Anwesenheit des Wolfes auf das Schalenwild und über den Wildverbiss letztlich auch auf die natürliche Waldverjüngung aus.

Wir erforschen die ökologischen Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichsten Lebensformen, von Mikroorganismen im Boden über Pflanzen und Insekten bis zu grossen Säugetieren, und setzen diese in Bezug zu Ökosystemdienstleistungen wie Produktivität, Stabilität, Nährstoffkreisläufe und Nährstoffspeicherung.

Interaktionen zwischen verschiedenen Arten, zum Beispiel zwischen Insekten und Pflanzen, werden durch die Eigenschaften der beteiligten Arten bestimmt. Wir analysieren, wie sich Landnutzungsänderungen oder -intensivierungen und der Klimawandel auf die Zusammensetzung von Artengemeinschaften bezüglich ihrer Eigenschaften auswirken, etwa der Körpergrösse oder des Verhaltens von Insekten. Verändert sich die Eigenschaftszusammensetzung von Artengemeinschaften, verschieben sich auch Wechselwirkungen zwischen Arten im Ökosystem. Wir untersuchen, welche Konsequenzen diese Veränderungen auf Ökosystemprozesse haben, zum Beispiel auf die Biomasseproduktion oder den Holzabbau im Wald.

Langzeitexperimente und Computermodelle

Wie beeinflussen Pflanzenfresser den Nährstoffgehalt alpiner Weideböden, wie die Zusammensetzung der Pflanzen- und Mikroorganismengemeinschaft? Welchen Einfluss haben Ameisen und Zersetzer wie zum Beispiel Regenwürmer auf die Prozesse und Nährstoffgehalte im Boden? Welche Rolle spielen Insekten und Vögel bei der Bestäubung von Pflanzen? Diese und weitere Fragen beantworten wir in Feldexperimenten, die wir in unterschiedlichsten Ökosystemen durchführen, von den Schweizer Alpen bis in den tropischen Regenwald.

Unsere Erkenntnisse ergänzen wir mit statistischen Modellen. So können wir zum Beispiel zukünftige Interaktionen zwischen Pflanzen und Pflanzenschädlingen in einem veränderten Klima voraussagen.

 

Themen

Natürliche Feinde des Borkenkäfers

Die natürlichen Feinde von Borkenkäfern lassen sich in drei übergeordnete Gruppen einteilen: Krankheitserreger, Räuber und Schmarotzer. 

 

Weiterführende Informationen