Beate Jessel wird neue WSL-Direktorin

Der Bundesrat hat Professorin Beate Jessel zur neuen Direktorin der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL gewählt. Beate Jessel ist derzeit Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Deutschland. Sie tritt ihr Amt und damit die Nachfolge von Professor Konrad Steffen am 1. September 2021 an.

Mit Prof. Dr. Beate Jessel erhält die WSL zum 1. September 2021 eine neue Direktorin. Beate Jessel ist seit November 2007 Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Sie hatte zuvor den Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung an der TU München und eine Professur für Landschaftsplanung an der Universität Potsdam inne.

An der neuen Aufgabe als WSL-Direktorin reize sie vor allem die Breite der Themen der WSL und die Verbindung von Grundlagen- und angewandter Forschung, sagt sie. Zusammen mit den Mitarbeitenden der WSL will sie auf diesen Stärken aufbauen: «In vielen Bereichen wie der Schnee- und Lawinenforschung ist die WSL international spitze. Die internationale Sichtbarkeit der WSL gilt es weiter zu erhöhen und dabei vor allem die Verbindungen zu den europäischen Institutionen zu stärken.» Darüber hinaus wolle sie den Wissenstransfer weiter ausbauen und den Austausch zwischen Forschung und Praxis fördern. «Wir sollten unsere Forschung noch stärker auf gesellschaftlich relevante Themen ausrichten. Neben der Anpassung an den Klimawandel oder der Umstellung auf erneuerbare Energien sind das sicherlich der demografische Wandel, die Siedlungsentwicklung oder die geänderten Bedürfnisse bei Tourismus und Erholung.»

Beate Jessel studierte Landespflege an der TU München-Weihenstephan und promovierte dort. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Konzepte und Strategien des Naturschutzes, Landschaftsentwicklung und Landnutzungsmanagement, ökologisch orientierte Planung, Management von Flusseinzugsgebieten sowie Landschaftsästhetik. «Ich verstehe mich als Generalistin. Es ist mir darum ein Anliegen, die Verbindungen zwischen den fünf Forschungsbereichen der WSL und deren Einbindung in den ETH-Bereich zu stärken.» Die Einbettung in das Umfeld der beiden Hochschulen ETH Zürich und EPF Lausanne habe grosse Potenziale: «So können Erkenntnisse aus der WSL direkt in die Lehre umgesetzt werden und die WSL kann im Gegenzug qualifizierten Nachwuchs zu sich holen.»

Beate Jessel tritt die Nachfolge von Konrad Steffen an, der im August 2020 auf einer Forschungsreise in Grönland tödlich verunglückte. Mit ihrer Funktion als Direktorin der WSL wird sie gleichzeitig auch Professorin an der ETH Zürich und an der EPF Lausanne, falls dies der ETH-Rat so bestätigt.

Kontakt

Copyright

WSL und SLF stellen Bildmaterial zur Bebilderung von Presseartikeln im Zusammenhang mit dieser Medienmitteilung kostenfrei zur Verfügung. Eine Übernahme der Bilder in Bilddatenbanken und ein Verkauf der Bilder durch Dritte sind nicht gestattet.