WSL-Waldforscherin erhält ausserordentliche Professur an der EPFL

Hitze und Dürre setzen Wäldern immer mehr zu. Wie sich das auswirkt und was das für die Forstwirtschaft und Waldleistungen bedeutet, erforscht Charlotte Grossiord an der eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und der EPFL. Diese hat sie nun zur ausserordentlichen Professorin befördert. 

Wie reagieren Wälder auf den Klimawandel, insbesondere bei zunehmend heisserer und trockenerer Atmosphäre? Das ergründet die Waldökologin Charlotte Grossiord mit ihrem Team in Feldexperimenten, im Labor und mit Fernerkundungsmethoden. Dazu setzen sie Bäume auch einmal extremen Bedingungen aus, um zu verstehen, wann und warum diese ihre Toleranzgrenzen erreichen. Grossiords Forschung liefert so grundlegende Erkenntnisse darüber, wie Pflanzen und Ökosysteme im Klimawandel funktionieren. 

Diese, Erkenntnisse tragen dazu bei, Wege zu finden, wie sich Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von Wäldern stärken lassen – was für Politik und Praxis sehr relevant ist. «Die unbefristete Professur gibt mir die Stabilität und Freiheit, ein langfristiges Forschungsprogramm dazu zu entwickeln», sagt Grossiord. 

In den kommenden Jahren möchte sie die Zusammenhänge zwischen der Pflanzenphysiologie und den Reaktionen von Ökosystemen im grossen Massstab erkunden. Das heisst, ihr Team wird detaillierte Messungen zum Wachstum, Wasserverbrauch und zur Sterblichkeit der Bäume machen und diese auf die Landschaftsebene übertragen. Ausserdem wird die Gruppe auch anwendungsorientierte Fragen angehen, beispielsweise wie Waldbewirtschaftung und Stadtbegrünung Natur und Menschen gegenüber Klimaextremen widerstandsfähiger machen.

Grossiord hat eine gemeinsame Professur der WSL und der EPFL inne. Sie leitet die Forschungsgruppe «Funktionale Pflanzenökologie» der WSL und ihr Labor befindet sich an der School of Architecture, Civil and Environmental Engineering (ENAC) der EPFL. 

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