Studie zum Spazierengehen

Leiterin der Studie

Projektdurchführung

Hintergrund und Ziele

Stress ist ein weit verbreitetes und belastendes Phänomen in unserer Gesellschaft. Angesichts dessen bedarf es Forschung zu Stressreduktion sowie zu Ansätzen, die auf die Prävention psychischer Belastungen und die Erhöhung von Wohlbefinden ausgerichtet sind. Entsprechend weist eine zunehmende Anzahl wissenschaftlicher Studien darauf hin, dass Kontakt mit der Natur Stress reduzieren und das Wohlbefinden steigern kann. Naturexposition und naturbasierte Interventionen sind demnach vielversprechende Ansätze. Gleichwohl leben heute immer mehr Menschen in urbanen Regionen, in denen, verglichen mit dem ländlichen Raum, mehr Umweltstressoren wie Lärm und weniger direkter Zugang zu Natur zu finden sind.

Obwohl verschiedene frühere Studien die positiven Gesundheitseffekte von Kontakt mit natürlichen versus urbanen Umwelten vergleichen, mangelt es an Studien, die die spezifischen Auswirkungen von Lärm in diesem Kontext untersuchen.

Im Rahmen der Feldexperimente wird untersucht, ob Personen sich in unterschiedlich lärmbelasteten Landschaften in Zürich erholen können.  Die Experimente vergleichen die Effekte von 30-minütigen Spaziergängen in natürlichen versus urbanen Umwelten mit unterschiedlichem Verkehrslärmpegel auf Stress, Wohlbefinden, Erholung und Aufmerksamkeit. Neben Verkehrslärm als beeinträchtigenden Faktor beschäftigt sich die Studie mit Ansätzen zur Steigerung der positiven Wirkung naturbasierter Interventionen.

Frühere Studien zeigen positive Effekte von achtsamkeitsbasierten Interventionen auf Stress und Wohlbefinden. Der Natur mit einer Haltung der Achtsamkeit zu begegnen könnte so zu einer stärkeren Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens führen. Entsprechend wird in der aktuellen Studie untersucht, ob eine Achtsamkeitsintervention den Effekt von Spazierengehen in der Natur auf Stress und Wohlbefinden erhöht. Die Ergebnisse der Studie werden Aufschluss über die restaurative Wirkung verschiedener Umwelten und den Einfluss unterschiedlicher Lärmpegel in diesen Settings geben. Darüber hinaus wird die Studie Erkenntnisse dazu liefern, inwiefern eine Veränderung der Haltung, mit der Menschen der Natur begegnen, die positiven Effekte von Naturkontakt erhöhen kann.

Studie zu förderlichen und hinderlichen Faktoren für die Erholung bei Spaziergängen

Das RESTORE Projekt (Restorative potential of greenspace in noise-polluted environments) ist ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Forschungsprojekt, zum Potential von Grünräumen für Erholung und Verkehrslärm als Hinderungsgrund, um sich zu erholen. Das Forschungsprojekt wird von der Eig. Forschungsanstalt WSL koordiniert und in Kooperation mit der Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa durchgeführt. Das Projekt ist im November 2020 gestartet und hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Im Rahmen des Restore Projekt, führen wir eine Studie zu den Effekten von Spazierengehen in unterschiedlichen Umgebungen in Zürich durch. Die Studie erforscht, welchen Einfluss Verkehrslärm und Vegetation für die Erholung bei halbstündigen Spaziergängen haben. Zudem wird in der Studie untersucht, inwiefern neben Umgebungsfaktoren auch die Geisteshaltung, mit der Menschen der Umgebung beim Spazierengehen begegnen, einen Einfluss auf die Erholung bei Spaziergängen hat.

Helfen Sie uns mit Ihrer Studienteilname dabei herauszufinden, welche Faktoren die Erholung bei Spaziergängen fördern oder behindern. Für die Teilnahme an der Studie erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 CHF.

Studienteilnahme

Bei der Studienteilnahme geht es darum, einen halbstündigen, geleiteten Spaziergang in einer kleinen Gruppe (2-5 Personen) an einem vorgegebenen Ort in Zürich zu machen. Vor, während und nach dem Spaziergang erfassen wir, wie gut Sie sich erholen. Neben Angaben in einem Fragebogen messen wir dafür vor und nach dem Spaziergang das Hormon Cortisol, welches das Ausmaß an Stress anzeigt. Teilnehmende kauen dafür jeweils ca. 1 Min. auf einem kleinen Wattebausch.

Zudem wird während des Spaziergangs die körperliche Anspannung mit Hilfe eines Geräts zur Erfassung des Hautleitwerts gemessen. Dafür werden Elektroden zur Erfassung des Hautleitwerts an einer Ihrer Hände angeklebt und während des Spaziergangs vor Ort getragen. Nach dem Spaziergang werden diese wieder entfernt.

Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie

  • älter als 18 Jahre sind.
  • körperlich in der Lage sind, eine halbe Stunde in moderatem Tempo spazieren zu gehen.
  • keine diagnostizierten Hörprobleme haben.
  • kein Cortison einnehmen.
  • bei Ihnen kein Cushing Syndrom vorliegt.
  • Ihr BMI nicht über 35 liegt.

 

Die Spaziergänge finden an unterschiedlichen Orten in Zürich statt. Wenn Sie teilnehmen möchten, können Sie sich hier für einen Termin eintragen.

Indem Sie sich für die Teilnahme an der Studie entscheiden willigen Sie ein, dass wir Ihren Namen, Emailadresse und Telefonnummer für die Dauer des Experiments speichern. Ihre Angaben können nur von Projektmitarbeitenden gesehen werden und werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie werden lediglich zur Kontaktaufnahme zwecks der Studienteilnahme verwendet.

Wir möchten Sie herzlich einladen, an der Studie teilzunehmen!

Kontakt

Für Rückfragen zum Forschungsprojekt wenden Sie sich an

Nicole Bauer (Projektleitung)

Julia Schaupp (Projektdurchführung)